1. Saarland

Volleyball: Holzer Mädels mit Moral und Grandinetti zum Sieg

Volleyball: Holzer Mädels mit Moral und Grandinetti zum Sieg

Holz. Mit Michi kam die Wende: Als die Volleyballfrauen des TV Holz im Spitzenspiel der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (RPS) auf der Verliererstraße waren, wechselte Trainer Bernd Zewe die kranke Michelle Grandinetti (Foto: SZ) ein. Und mit der 16-jährigen Auswahlspielerin riss der TV Holz ein verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer

Holz. Mit Michi kam die Wende: Als die Volleyballfrauen des TV Holz im Spitzenspiel der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (RPS) auf der Verliererstraße waren, wechselte Trainer Bernd Zewe die kranke Michelle Grandinetti (Foto: SZ) ein. Und mit der 16-jährigen Auswahlspielerin riss der TV Holz ein verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer. Am Ende hatte stand ein viel umjubelter 3:1-Sieg (25:21, 18:25, 25:23, 25:15), den nicht einmal der eigene Trainer für möglich gehalten hätte. "Nach unserem schwachen Beginn hatte ich eigentlich nicht mehr an einen Sieg geglaubt", sagte Zewe hinterher. Holz ging stark geschwächt in die Partie: Mit Maria Staudte und Ebba Schröder fehlten zwei Angreiferinnen, zudem saß die Allrounderin Michelle Grandinetti nur auf der Bank. Ehrang schickte ein Team aufs Feld, die bis auf den 17-jährigen Libero Svenja Knob nur aus ehemaligen Zweitbundesliga- und Regionalligaspielerinnen bestand.

Ehrang begann stark. Erst gegen Ende des ersten Satzes holte Holz auf und gewann den Satz mit 25:21. Im zweiten Satz wurde Holz regelrecht vorgeführt, verlor ihn mit 18:25. Und: Holz verlor Zuspielerin Lena Zewe, die plötzlich nach Luft schnappte und raus musste. "Sie hat ein Lungenproblem. Wenn drei, vier schnelle Aktionen laufen, verspürt sie einen Druck und bekommt keine Luft mehr", sagte Bernd Zewe. In diese Lücke schlüpfte Grandinetti, die als Zuspielerin debütierte. "Michi hat das nie trainiert, aber sie kann es vom Beachvolleyball her", begründetet Bernd Zewe. Der dritte Satz ging auch dank ihr mit 25:23 an Holz. Im vierten Satz war auch Lena Zewe wieder dabei und jetzt klappte alles. Nach 8:2, 12:6 und 16:7 resignierten die Gäste und Anne Dörr verwandelte den ersten Matchball zum 25:15. dg