Voller Einsatz für den Verein

Emmersweiler. "Den hab ich mit Emmersweiler verbändelt", freut sich Martina Dörr, geborene Pesé. Ihren Manfred hat sie in den siebziger Jahren "im Bus zur Arbeit nach Saarbrücken" kennen, lieben und heiraten gelernt. Die Dörrs haben eine, mittlerweile erwachsene Tochter, und noch ein Lieblingskind: den Sportverein Emmersweiler

 Mandref Dörr ist untrennbar mit Emmersweiler verbunden. Foto: Jenal

Mandref Dörr ist untrennbar mit Emmersweiler verbunden. Foto: Jenal

Emmersweiler. "Den hab ich mit Emmersweiler verbändelt", freut sich Martina Dörr, geborene Pesé. Ihren Manfred hat sie in den siebziger Jahren "im Bus zur Arbeit nach Saarbrücken" kennen, lieben und heiraten gelernt. Die Dörrs haben eine, mittlerweile erwachsene Tochter, und noch ein Lieblingskind: den Sportverein Emmersweiler."Was der Manfred hier auf die Beine gestellt hat, ist einmalig. Das muss erst mal einer nachmachen", heißt es im Vereinsheim, "das noch gar nicht stand, als ich damals in der A-Jugend angefangen habe", sagt Dörr. Und: "Wir haben damals in der Schule geduscht und unser Bier aus dem Auto heraus verkauft."

Nicht nur als Spieler, sondern auch als Vorstandsmitglied "in wirklich allen Positionen" hat der heutige Vorsitzende Dörr Akzente gesetzt, auch beim Bau des Vereinsheimes und dem damit verbundenen Kulturprogramm hat er seine Hand im Spiel gehabt. Vanessa Backes, Elfriede Grimmelwiedisch und Marcel Adam sind hier aufgetreten. Die bekannte Gruppe Chorwurm hatte hier ein viel beachtetes Konzert, es gab Theateraufführungen, und diverse Liedermacher haben hier "im Wohnzimmer der Fußballer" gastiert. Die Saarbrücker Zeitung berichtete mehrfach und gerne über die Konzerte am Emmersweiler Sportplatz.

Jüngstes Projekt des Vereins ist der Umbau des Hart-Fußballfeldes zu einem Naturrasenplatz. Dörr: "Sportlich haben wir unsere Ziele erreicht und sind aus der Bezirksliga nicht abgestiegen. Jetzt sammeln wir Eigenkapital und stehen in Verhandlungen, um den Bau des Rasenplatzes endlich angehen zu können. Die Politik ist hier gefordert."

Was zeichnet das Leben im Warndt, speziell in Großrosseln, konkret in Emmersweiler, über den Verein hinaus, eigentlich aus? Martina Dörr, die hier geboren und aufgewachsen ist, bringt es, auf gut saarländisch, so auf den Punkt: "Ma kennd se all." Mit anderen Worten: In einem Dorf wie Emmersweiler lebt keiner anonym. Manfred Dörr: "Man ist gemeinsam mit den anderen Pärchen alt geworden. Die Freundschaften haben über Jahrzehnte Bestand. Über die Arbeit im Sportverein hinaus gibt es die gut funktionierende Ortsinteressengemeinschaft, die beispielsweise das Dorffest wieder erfolgreich ins Leben gerufen hat. Es macht einfach viel Freude, sich hier zu engagieren."

Ehefrau Martina unterstreicht als weitere Pluspunkte die ruhige Wohngegend, den wunderschönen Wald und die Nähe zu Frankreich: "Wir haben drüben sehr viele Freunde, die uns besuchen und umgekehrt. Man kann in Lothringen auch gut einkaufen, und schließlich gibt es auf beiden Seiten der Grenze eine ausgezeichnete Gastronomie. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Und mein Mann scharrt immer noch mit den Hufen, wenn's auf dem Fußballplatz mal eng für die Mannschaft wird."

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