Völklinger Bahnhof ist ab sofort ohne Verkaufskiosk

Völklinger Bahnhof ist ab sofort ohne Verkaufskiosk

Völklingen. Es herrscht Betrieb am frühen Dienstagnachmittag. Ständig kommen Kunden in den Kiosk am Völklinger Bahnhof, kaufen schnell eine Zeitung, Zigaretten, Pfefferminzbonbons, eine Fahrkarte, lassen sich eine Tasse Kaffee plus Gebäck über die Theke reichen

Völklingen. Es herrscht Betrieb am frühen Dienstagnachmittag. Ständig kommen Kunden in den Kiosk am Völklinger Bahnhof, kaufen schnell eine Zeitung, Zigaretten, Pfefferminzbonbons, eine Fahrkarte, lassen sich eine Tasse Kaffee plus Gebäck über die Theke reichen. Und immer wieder fragt jemand: "Sie machen wirklich zu?" "Ja", sagt Peter Hamacher und weist auf den mit großer Schrift bedruckten Zettel auf dem Fahrkarten-Tresen, "heute ist unser letzter Tag."Hintergrund der Schließung ist nach Hamachers Darstellung Zwist zwischen seiner Frau Annette - sie ist Betreiberin des Völklinger "DB Service-Store", wie der Bahnhofsladen offiziell heißt - und der Vermieter-Firma Convenience Concept GmbH, die ihrerseits Mieterin der Deutschen Bahn ist. Es geht um Geld. Und um Annette Hamachers Nachfolge. Der Rechtsanwalt Reinhard Thönes aus der Saarbrücker Kanzlei Köhl und Kollegen, der Hamacher bei dem Zivilstreit vertritt, schildert die Sache so: Seit gut einem Jahr gebe es große Probleme mit Verschmutzungen am Völklinger Bahnhof (die SZ berichtete) - für Hamacher Anlass, ihre Mietzahlung zu kürzen. Weil das Problem geblieben sei, habe die Betreiberin beschlossen, den Laden aufzugeben. Und Hamachers Wunsch-Nachfolgerin sei dann kurzfristig vom Vermieter abgelehnt worden, obwohl sie bereits einen Vorvertrag gehabt habe.

Peter Hamacher und seine Frau Annette haben ihren Bahnhofsladen zugemacht. Archivfoto: Jenal.

Von der Convenience Concept GmbH war am Dienstag keine Stellungnahme dazu zu erhalten. Klar ist nur: Ab sofort ist der Bahnhofskiosk erstmal dicht. Und die Sauberkeit im Bahnhof lässt, wie wir sahen, weiterhin zu wünschen übrig. dd