Völklingen hat in der Fußball-Oberliga noch Chancen auf den Aufstieg

Fußball : Röchling greift nochmal richtig an

Während Röchling Völklingen in der Fußball-Oberliga noch alle Chancen auf den Aufstieg hat, sieht es für die restlichen Saar-Vereine nicht ganz so rosig aus. Mit Jägersburg, Diefflen und Dillingen stecken gleich drei im Abstiegskampf. Und auch Wiesbach ist noch nicht aus dem Gröbsten raus.

Schafft es Röchling Völklingen direkt wieder hoch? Der Regionalliga-Absteiger liegt zur Winterpause in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf Platz zwei. Sollte Völklingen Vizemeister werden, dürfte der Club an der Aufstiegsrunde zur 4. Liga teilnehmen. „Wir wollen auf jeden Fall hoch“, sagt Röchling-Stürmer Felix Dausend vor dem ersten Spiel des neuen Jahres am nächsten Sonntag beim TSV Emmelshausen.

Bei vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Rot-Weiß Koblenz ist für Röchling auch Rang eins – und damit der direkte Aufstieg noch möglich. „Die Vorbereitung läuft bislang gut. Wir haben in den Testspielen gute Leistungen gezeigt – und wenn wir daran anknüpfen, können wir Koblenz einholen“, ist sich Abwehrspieler Jannik Meßner sicher.

Um für den Titelkampf noch besser gerüstet zu sein, hat Völklingen Jordan Steiner unter Vertrag genommen. Der 22-jährige Mittelfeldspieler, der für den 1. FC Saarbrücken 41 Spiele in der Regionalliga bestritt, ist vom französischen Club FC Saargemünd zum Team von Trainer Günter Erhardt gewechselt.

Während Völklingen auf den Aufstieg hofft, haben sich die anderen Saar-Vertreter den Ligaverbleib als Ziel auf die Fahnen geschrieben. Die besten Karten hat bei diesem Unterfangen der FC Hertha Wiesbach. Als Neunter haben die Gelb-Schwarzen ein Polster von acht Punkten vor der „roten Linie“. Allerdings könnte der dünne Kader zum Problem werden. „Aktuell haben wir nur noch 15 Feldspieler“, berichtet Trainer Michael Petry. Der Grund für den geschrumpften Kader: Mit Leon Böhnlein und Marcel Schorr haben zwei Spieler ihre Verträge beim Oberligisten aufgelöst. Zudem ist Stürmer Norbert Neumann nach dem Winterurlaub in seiner polnischen Heimat geblieben. Und David Jostock wird nach einer Hüftoperation bis Saison-Ende ausfallen.

Mit Ausfällen hatte auch der Tabellen-13., der FSV Jägersburg, in der ersten Saisonhälfte zu kämpfen. Aktuell wird aber nur noch Andrej Ogorodnik nach einem Kreuzbandriss länger ausfallen. Dafür gab es beim FSV in der Winterpause einen Neuzugang: Stürmer Shkodran Rexhaj ist vom Südwest-Verbandsligisten SV Morlautern gekommen. Erweitert wurde zudem das Trainer-Team: Alexander Ogorodnik, bis Herbst 2018 Cheftrainer bei Verbandsligist SV Merchweiler, unterstützt seit der Winterpause Übungsleiter Thorsten Lahm als Co-Trainer. „Ich habe Alexander gefragt, ob er mir ein wenig unter die Arme greifen kann. Mit seinem Fußball-Sachverstand kann er eine große Hilfe für mich sein“, sagt Lahm. Jägersburg startet am Samstag beim Tabellennachbarn Hassia Bingen.

Zwei Zähler weniger als Jägersburg hat der FV Diefflen. Obwohl das Team von Spielertrainer Thomas Hofer aktuell auf dem ersten Abstiegsplatz steht, geht der 36-Jährige optimistisch in die zweite Saisonhälfte: „Wir haben bislang viele Punkte liegengelassen, weil wir zu grün waren. Ich habe aber den Eindruck, dass die Mannschaft in diesem Bereich große Fortschritte gemacht hat.“ Bei Diefflen gab es in der Winterpause mehrere personelle Veränderungen. Neu verpflichtet wurden die französischen Nachwuchsspieler Tom Lartique und Maxime Gandubert (beide von der Akademie JC Foot) sowie der Japaner Shuntaro Kawabe von der Universität Tokio. Der 17-jährige Gandubert ist allerdings erst ab Mitte April spielberechtigt. Nicht mehr im FV-Team sind Yacine Baizidi und Michael Müller. Innenverteidiger Baizidi hat sich dem FK Pirmasens angeschlossen. Co-Spielertrainer Müller, der in den vergangenen Jahren mehrere schwere Knieverletzungen hatte, bat aufgrund seiner vielen Verletzungen um eine Vertragsauflösung. Seine Nachfolge als Co-Trainer haben Torjäger Fabian Poß sowie der Trainer von Diefflens Bezirksliga-Mannschaft, Hardy Müller, angetreten.

Bereits am Samstag startete Schlusslicht VfB Dillingen mit dem Wiederholungsspiel gegen die TuS Koblenz in die Restrückrunde. „Wir müssen realistisch sein: Wir wissen, dass es verdammt schwer wird, drin zu bleiben“, sagt Trainer Daniel Kiefer. Beim Schlusslicht ist Mickael Pernet der einzige externe Winterneuzugang. Der Stürmer kehrte von Saarlandligist SC Brebach zurück, wird aber aufgrund seiner beruflichen Situation nicht spielen können. Mit Niklas Müller wechselt ein Offensiv-Akteur zum SC Reisbach.