Vier Sekunden reichen nicht mehr

Vier Sekunden reichen nicht mehr

Saarbrücken/Völklingen. Nur noch vier Sekunden zu spielen. Die Völklinger Handballer liegen gegen den TBS Saarbrücken in der Handball-Saarlandliga mit 20:21 zurück. Fünf Saarbrücker Feldspieler sind auf dem Platz, vier Völklinger. Ein Pfiff des Schiedsrichters, das Spiel geht weiter. Der Völklinger Hubert Bieniewicz passt auf Stefan Wuchner. Noch zwei Sekunden

Saarbrücken/Völklingen. Nur noch vier Sekunden zu spielen. Die Völklinger Handballer liegen gegen den TBS Saarbrücken in der Handball-Saarlandliga mit 20:21 zurück. Fünf Saarbrücker Feldspieler sind auf dem Platz, vier Völklinger. Ein Pfiff des Schiedsrichters, das Spiel geht weiter. Der Völklinger Hubert Bieniewicz passt auf Stefan Wuchner. Noch zwei Sekunden. Doch Wuchner kommt nicht mehr an den Ball. Noch eine Sekunde. Der Ball von Bieniewicz landet im Aus, das Spiel ist vorbei.

Die HSG Völklingen verliert ihr Auswärtsspiel gegen den TBS Saarbrücken am Sonntagabend mit 20:21 (7:11). "Das ist verdammt ärgerlich", murrt HSG-Spieler Alexander Hewener, "wir haben uns am Anfang schwer getan, reinzufinden und haben viele Bälle verloren." Die Saarbrücker brauchen zwar auch eine Weile, aber finden schneller in das Spiel als die Gäste. Erst in der 13. Minute gelingt Hubert Bieniewicz der erste Treffer für die HSG - zum 1:3. "Keine Frage, die Jungs vom TBS haben eine gute Abwehr gehabt", erklärt Bieniewicz, "und wir haben im Angriff nicht gut gespielt." Der Rest ergibt sich von allein. Die HSG kommt nur selten gefährlich vor das Saarbrücker Tor, das Anspiel an Miodrag Jelicic am Kreis geht bei weitem nicht so locker von der Hand wie gewohnt. Und auch der Völklinger Rückraum kommt kaum zum Zug. Und immer wieder unterbricht die offensive Saarbrücker Abwehr den Angriffsaufbau der HSG Völklingen. 7:11 lautet die magere Ausbeute der Völklinger in der ersten Hälfte.

"Die erste Halbzeit haben wir vergeigt, und Saarbrücken hat das bestraft", meint HSG-Trainer Marek Kordowiecki, "wir haben einfach undiszipliniert gespielt. In der zweiten Halbzeit war ich von der kämpferischen Leistung her eigentlich zufrieden." Vor allem Marc Schleich bringt sein Team wieder zurück ins Spiel. Beim Stand von 11:16 (42. Minute) trifft er gleich vier Mal für die HSG, sechs Minuten später steht es durch Schleich schon 15:17. Das motiviert die HSG. Sie kämpft sich weiter ran, führt kurz vor Schluss sogar mit 20:19 (Alexander Hewener, 57. Minute). Doch der TBS kontert mit Kai Nonnweiler und Christian Seiler, und der HSG läuft die Zeit davon. Am Ende reicht es nicht mehr.

"Es ist schade, dass wir verloren haben", seufzt Hubert Bieniewicz, "um mit einem Tor zu gewinnen, braucht man immer ein bisschen Glück." Wo Bieniewicz den Saarbrücker Sieg auf Glück reduziert, gesteht Kordowiecki bei sich und seiner Mannschaft auch Fehler ein: "Im Grunde haben wir das Spiel durch Disziplinlosigkeit verloren."