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Viele Völklinger nehmen den Winter locker

Viele Völklinger nehmen den Winter locker

Völklingen. "Ich bin sowieso eher ein Wintermensch", sagt Wolfgang Minn aus Völklingen, nachdem er sein Auto ohne Schwierigkeiten auf dem Schnee bedeckten Marktplatz abgestellt hat. "Das ist mir lieber als Schwitzen!" Und auch Taxifahrer Helmut aus der Mittelstadt reißt die Glätte nicht vom Hocker, "nach 37 Jahren habe ich da genug Routine

Völklingen. "Ich bin sowieso eher ein Wintermensch", sagt Wolfgang Minn aus Völklingen, nachdem er sein Auto ohne Schwierigkeiten auf dem Schnee bedeckten Marktplatz abgestellt hat. "Das ist mir lieber als Schwitzen!"Und auch Taxifahrer Helmut aus der Mittelstadt reißt die Glätte nicht vom Hocker, "nach 37 Jahren habe ich da genug Routine." Außerdem sei dann mit einem besseren Geschäft zu rechnen, weil andere von ihrem Privatauto umsteigen.

Ob das auch für die Völklinger Verkehrsbetriebe (VVB) seit dem neuesten Schneefall gilt, kann Thorsten Gundacker von der Fahrdienstleitung noch nicht sagen. An den Haltestellen sei aber schon mehr los, wie einige Passanten bestätigen. Und damit es besser läuft als in den gestrigen frühen Morgenstunden, als es im Schnitt zu zehn bis 15 Minuten Verspätung kam - es seien so früh ja auch noch nicht alle Straßen gestreut gewesen, so die VVB - öffnet deren Werkstatt in diesen Tagen früher. So soll gewährleistet sein, dass auch alle Busse bis zum Einsatz anspringen und der Hof vom Schnee geräumt ist.

An Streusalz mangelt es diesmal nicht (wir berichteten). Und auch die Baumärkte haben genug auf Lager. Das bestätigen Manfred Abmeier von der Völklinger Baustoff-Firma Gallhöfer L & B, die noch ganze drei Tonnen vorrätig hat, und Kay Klein, Marktleiter von Globus Baumarkt. Klein berichtet auch, dass viele Kunden sich schon "richtig, richtig gut eingedeckt hätten!" Und auch bei den Lieferanten sei noch kein Engpass abzusehen.

Etwas verloren wirken die beiden einzigen Marktstände auf dem Völklinger Wochenmarkt am Dienstag. Aber Markus Ecker mit seinem Gemüse und Hans Bernd Schmidt mit Wurst und Fleisch sind guter Dinge. "Wir können auch im Winter bis minus zwölf Grad", so Ecker, "die Hauptsache, die Kosten sind gedeckt. Und Hans Bernd Schmidt sieht sogar Vorteile in der Kälte: "Die Ware ist frisch und muss frisch bleiben. Da bietet sich das Wetter gut an." Er erzählt, dass zwar viele Marktbetreiber das Wetter scheuten, wegen ihrer schweren Hänger. Aber einige von ihnen würden dann einfach Urlaub machen.

So scheinen alle die Ruhe weg zu haben. Aber es gibt wohl doch die, die den Winter sicherlich verfluchen werden: Die Polizei meldet und elf glättebedingte Unfälle im Stadtgebiet und in der Gemeinde Großrosseln zwischen Dienstag, 20 Uhr, und gestern, 7.15 Uhr. Zum Glück blieb es aber bei Blechschäden, wenn auch deren Gesamtsumme "deutlich im fünfstelligen Bereich" liegen dürfte, so die Beamten. avm/hj