Viele Gäste beim "Tag des Baumes" in Fischbach

Viele Gäste beim "Tag des Baumes" in Fischbach

Fischbach. Den Mädchen und Jungen vom Kindergarten Pusteblume in Fischbach machten die paar Regentropfen nichts aus. Sie schnappten sich die kleinen Schaufeln und Gießkannen, machten Erde rund um den Stamm, klopften sie gut fest und gaben dem jungen Baum auch noch kräftig Wasser

Fischbach. Den Mädchen und Jungen vom Kindergarten Pusteblume in Fischbach machten die paar Regentropfen nichts aus. Sie schnappten sich die kleinen Schaufeln und Gießkannen, machten Erde rund um den Stamm, klopften sie gut fest und gaben dem jungen Baum auch noch kräftig Wasser. Gestern Nachmittag pflanzte der Saarwaldverein Fischbach-Camphausen mit Hilfe der Kleinen aus dem Kindergarten eine Stileiche in der Waldparkanlage Fischbach, gleich hinter der Fischbachhalle. Knapp 120 Gäste waren zum "Tag des Baumes" gekommen. Leichter Nieselregen begleitete die Veranstaltung.Winfried Zopf, der erste Vorsitzende der Fischbacher Saarwäldler, freute sich über die tolle Resonanz. Die Stileiche, auch als Deutsche Eiche bekannt - so erläuterte Zopf - bekomme einen Durchmesser von bis zu drei Metern, werde bis zu 30 Meter hoch und 300 Jahre alt.

Die Vorschul-Knirpse des Kindergartens Pusteblume mit ihrer Leiterin Petra Köhler-Blank gestalteten mit dem Sing- und Tanzkreis des Saarwaldvereins das bunte Programm mit vielen Frühlingsliedern.

Der Regionalverband Saarbrücken hatte den Baum gestiftet, der Gärtnermeister der Gemeinde Quierschied hatte die vorbereitenden Arbeiten erledigt. Neben der Quierschieder Bürgermeisterin Karin Lawall war auch Manfred Hayo als Vertreter von Regionalverbandsdirektor Peter Gillo Gast der Feierstunde. Er freute sich, dass die Gemeinde Quierschied schon seit vielen Jahren immer wieder den Tag des Baumes feiere. Das sei nicht in allen Kommunen des Regionalverbandes der Fall. Für Hayo ist der Tag des Baumes ein wichtiges Zeichen dafür, dass Mensch und Natur eine Einheit bilden. Karin Lawall freute sich über die vielen Kinder. Es sei sehr wichtig, für den Umwelt- und Naturschutz schon im Kindergarten zu werben. Nach Ansicht der Quierschieder Bürgermeisterin hat die Veranstaltung eine große Symbolkraft. "Der Tag soll uns immer wieder ermahnen, mit unserer Umwelt und der Natur sorgsam umzugehen." Die Baumpflanzung bedeute neues Leben und damit Zukunft, betonte der Fischbacher Ortsvorsteher Harald Quirin.

Den Tag des Baumes feiert der Saarwaldverein Fischbach-Camphausen seit 1988. Ein kurzer Blick in die Geschichte: Schon 1872 forderte der amerikanische Journalist und Farmer Julius Sterling Morton, jährlich einen Tag des Baumes zu veranstalten. Er lebte im baumarmen Nebraska und hatte Büsche und Bäume hauptsächlich als Windschutz gepflanzt. Im April 1872 pflanzten erstmals Bürger über eine Million Bäume. Am 25. April 1952 war dann in Deutschland der erste Tag des Baumes. Bundespräsident Theodor Heuss pflanzte damals im Bonner Hofgarten einen Ahorn. Übrigens: Die Elsbeere ist der Baum des Jahres 2011.

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