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Victors-Unternehmensgruppe kauft Kloster
Victor’s-Gruppe kauft Bouser Kloster

Das Kloster Heiligenborn wurde versteigert.
Das Kloster Heiligenborn wurde versteigert. FOTO: Traudl Brenner
Bous. Für rund eine Million Euro hat die Victor’s-Unternehmensgruppe etwa 30 000 Quadratmeter am südlichen Ortsrand von Bous erworben. Darauf steht der alte denkmalgeschützte Komplex mit Kirche, Kloster, Internatsräumen und Wohnhaus. „Kloster Heiligenborn wurde für 1 005 000 Euro an die Victors-Unternehmensgruppe versteigert“, teilte Bürgermeister Stefan Louis am Samstag von der Herbst-Auktion der Westdeutschen Grundstücksauktionen AG in Köln per Mail mit. Er sei „guter Dinge, dass die Unternehmensgruppe eine gute Nutzung vornehmen wird“. Konkretes werde sich in den nächsten Tagen ergeben. Von Johannes Bodwing

Für rund eine Million Euro hat die Victor’s-Unternehmensgruppe etwa 30 000 Quadratmeter am südlichen Ortsrand von Bous erworben. Darauf steht der alte denkmalgeschützte Komplex mit Kirche, Kloster, Internatsräumen und Wohnhaus. „Kloster Heiligenborn wurde für 1 005 000 Euro an die Victors-Unternehmensgruppe versteigert“, teilte Bürgermeister Stefan Louis am Samstag von der Herbst-Auktion der Westdeutschen Grundstücksauktionen AG in Köln per Mail mit. Er sei „guter Dinge, dass die Unternehmensgruppe eine gute Nutzung vornehmen wird“. Konkretes werde sich in den nächsten Tagen ergeben.


Die Victor’s-Gruppe bezeichnet sich im Internet selbst als „ein Netzwerk mehrerer Dienstleistungsfirmen“. Neben Verwaltungssitzen in Berlin und München befindet sich auch einer in Saarbrücken. Insgesamt gibt die Gruppe etwa 12 000 Arbeitsplätze in Deutschland an in Geschäftsfeldern wie Senioren-Wohnkonzepte, Gesundheits-, Finanz- und Pflegedienstleistungen, Catering und Gebäudemanagement im Gesundheitssektor sowie Business-Hotels, Restaurants und Feriendomizile. Standorte sind im Saarland unter anderen in Homburg, Losheim, Perl und Quierschied. Jahresumsatz: 600 Millionen Euro.

Der endgültige Auktionspreis für das Kloster fiel nun nahezu dreimal so hoch aus, wie das Mindestgebot von 365 000 Euro. Damit dürften die Redemptoristen-Patres mit einem Plus aus der rund achtjährigen Hängepartie heraus kommen.



Bereits 2009 hatten sie das Bouser Kloster verlassen. Für 1,5 Millionen Euro sollte es zunächst verkauft werden, später für eine Million. Doch statt einen Käufer zu finden, waren pro Jahr weiterhin hohe laufende Kosten zu bewältigen. Das Geld aus dem jetzigen Verkauf dient der Renten- und Krankenversicherung der Patres.