VHS hilft bei Integrationsfragen

VHS hilft bei Integrationsfragen

St. Ingbert. Integration ist eines der jungen Standbeine der St. Ingberter Volkshochschule. Mit verschiedenen Angeboten will der Bildungsträger Menschen aus anderen Ländern helfen, Fuß zu fassen. "Wir haben den speziellen Integrationskursus seit 2005", sagt Monika Schmitt, die sich bei der VHS um diesen Bereich kümmert

St. Ingbert. Integration ist eines der jungen Standbeine der St. Ingberter Volkshochschule. Mit verschiedenen Angeboten will der Bildungsträger Menschen aus anderen Ländern helfen, Fuß zu fassen. "Wir haben den speziellen Integrationskursus seit 2005", sagt Monika Schmitt, die sich bei der VHS um diesen Bereich kümmert. Mitte September ist der zweite Kursus für dieses Jahr gestartet. Er hat noch freie Plätze. In der Startphase gab es bis zu vier Kurse pro Jahr. Nach einer Durststrecke ziehe das Interesse jetzt wieder an. Der Integrationskursus beinhaltet eine kurze Orientierungsphase und einen sprachlichen Part mit 600 Unterrichtsstunden. Die meisten Teilnehmer, berichtet Schmitt, kommen aus St. Ingbert. Aber auch aus der Gemeinde Mandelbachtal, aus Blieskastel oder vereinzelt aus dem Regionalverband Saarbrücken finden Migranten den Weg ins St. Ingberter Kulturhaus in der Annastraße.Wer die Abschlussprüfung besteht, hat einen sogenannten B1-Abschluss. Genug immerhin, um sich durchzuschlagen. Nicht genug allerdings, um im Beruf zu bestehen. Dafür bietet die VHS seit Mai 2009 berufsbezogene Sprachförderung an. Auf diesem Sektor ist der St. Ingberter Bildungskonzern gleich für drei Kreise zuständig: Saarpfalz, Neunkirchen und St. Wendel. "Deutsch für den Beruf" gibt es in Voll- oder Teilzeit. Gerade hat ein neuer Kursus begonnen. Neben dem speziellen Deutschtraining betreut eine Sozialpädagogin die Teilnehmer. Die Kurse laufen unter dem Dach des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Europäische Sozialfonds (ESF) fördert sie. Allerdings, sagt Monika Schmitt, fallen dabei diejenigen durch das Raster, die nicht im Leistungsbezug sind. Schmitt: "Wir wollen deshalb jetzt einen Kurs anbieten für Teilnehmer, die selbst bezahlen. Das sind in der Regel die motiviertesten, aber sie haben nicht das nötige Kleingeld." Die Volkshochschule suche für dieses Sprachförder-Programm Sponsoren.

Neben den Integrations- und beruflichen Sprachkursen ist die VHS auch Anlaufstelle für Einbürgerungsinteressenten. Das Interesse daran hält sich allerdings in Grenzen. 2008 gestartet, meldeten sich im Folgejahr 31 St. Ingberter für den Test an. 2010 waren es 22. In diesem Jahr hat die VHS bis September gerade mal fünf Einbürgerungswillige betreut. < Serie wird fortgesetzt