Veterinäramt: Die Pferde sind unterernährt

Veterinäramt: Die Pferde sind unterernährt

Jägersfreude. Nicht hinnehmbare Zustände hat das in Saarbrücken ansässige Landesamt für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz, Abteilung Lebensmittel- und Veterinärwesen, bei einem Pferdehalter in Jägersfreude festgestellt. Im Gegensatz zu dem Eigentümer der drei Vierbiener ("die stehen da wie geleckt") ist das Amt der Meinung, dass es den Gäulen an vielem mangelt

Jägersfreude. Nicht hinnehmbare Zustände hat das in Saarbrücken ansässige Landesamt für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz, Abteilung Lebensmittel- und Veterinärwesen, bei einem Pferdehalter in Jägersfreude festgestellt. Im Gegensatz zu dem Eigentümer der drei Vierbiener ("die stehen da wie geleckt") ist das Amt der Meinung, dass es den Gäulen an vielem mangelt. Die Dienststelle reagierte letztlich auf einen Bericht der Saarbrücker Zeitung, in dem die Beschwerden von Anwohnern geschildert werden (SZ vom 7. Januar: "Drei Pferde in Not?"). Sie gaben an, dass die Tiere ein ums andere Mal ausbrechen, fremde Grundsstücke aufsuchen, was die Polizei letztlich bestätigte, und dass sie zudem nicht genug zu fressen bekommen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen nun auch zwei Tierärztinnen besagten Landesamtes. Sie rückten bereits am Mittwoch aus und nahmen das Areal des Pferdebesitzers und die drei Kreaturen in Augenschein. Was nach Angaben von Manfred Adami, Leiter der Abteilung Veterinärwesen, zu einer Verfügung mit unumstößlichen Auflagen führte: "Wir sehen hier dringenden Handlungsbedarf." Wie das Amt mitteilt, hätten die Tierärztinnen festgestellt, dass den Pferden nur gefrorenes Wasser zur Verfügung stand. Zudem hätten sie - schon in Hinblick auf die derzeitige Witterung - zu wenig zu essen, es habe zumindest das Kraftfutter gefehlt. Die Tiere, so die Auskunft aus Saarbrücken, seien "schon etwas abgemagert", ihr Zustand sei jedoch nicht lebensbedrohlich. Zudem verfügten die Vierbeiner nicht über einen brauchbaren Unterstand. Die in Jägerfreude vorgefundene Behausung sei "mehr oder weniger baufällig". Schnellstmöglich, so teilt das Amt des weiteren mit, müsse der Pferdehalter nun Abhilfe schaffen. Auch gestern seien zwei Tierärztinnen vor Ort gewesen und würden auch am heutigen Freitag erneut ausrücken um zu überprüfen, ob sich zugunsten der Pferde etwas getan hat. Sollte deren Besitzer die Auflagen nicht erfüllen, so müsse er in letzter Konsequenz damit rechnen, das ihm die Tiere weggenommen werden. Das Amt gab gegenüber unserer Zeitung klar zu verstehen, dass nun Schluss mit lustig ist. Es drängt wohl darauf, dass sich die Zustände ändern. "Wir sehen hier dringenden Handlungsbedarf."

Manfred Adami,

Leiter der Abteilung Veterinärwesen