1. Saarland

Verstopfte Spüle, nette Mitbewohner

Verstopfte Spüle, nette Mitbewohner

Das Hauptproblem mit dem Großteil der typischen Backpackerjobs ist ihre unglaubliche Eintönigkeit. Larissa und ich amüsieren uns momentan bei dem Zudrehen von Ketchupflaschen, dem Verpacken von Fruchtsaft oder auch dem Zusammenknoten von Obstbäumen in einer Baumschule

Das Hauptproblem mit dem Großteil der typischen Backpackerjobs ist ihre unglaubliche Eintönigkeit. Larissa und ich amüsieren uns momentan bei dem Zudrehen von Ketchupflaschen, dem Verpacken von Fruchtsaft oder auch dem Zusammenknoten von Obstbäumen in einer Baumschule. Aushalten kann man das nur mit dem Gedanken an die ordentliche Bezahlung, jeder Menge guter Musik und witzigen Gesprächen mit unseren Arbeitskollegen.Vor etwa zwei Wochen haben wir unseren Weg zurück in den winterlich kalten Süden Australiens gefunden, um Geld für unsere durch unsere Abenteuer an der Ostküste des Landes stark lädierten Reisekasse zu verdienen. Also leben wir jetzt mit zehn anderen Backpackern verschiedener Nationen für vier bis sechs Wochen in einem kleinen Häuschen in dem sehr ländlichen Griffith. Letztens hatten wir zwar mit einer verstopften Spüle und einem daraus resultierenden See in einem angrenzenden Zimmer zu kämpfen, und die Sauberkeit lässt auch sonst zu wünschen übrig, aber das sind wir mittlerweile gewöhnt. Man wird mit der Zeit immer anspruchsloser hinsichtlich der Unterkunft, des Essens und generell allem, wofür man bezahlen muss. Immerhin ist unser Haus warm. Außerdem sind unsere Mitbewohner wirklich sehr nett. Das ständige Zusammentreffen mit Menschen verschiedener Kulturen und Hintergründe macht unsere Reise in Australien erst wirklich faszinierend.

Wohin wir fahren, wenn wir Griffith verlassen, ist noch unsicher, möglicherweise besitzen wir bald einen Van... Ich kann schon sehen, wie unsere Eltern die Hände über den Köpfen zusammenschlagen.