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Verständnis für die Straßensperre

Verständnis für die Straßensperre

Saarbrücken. Wegen des großen Andrangs im Schwarzenbergbad an den Wochenenden und des damit verbundenen Park-Chaos hatte die Stadt am Wochenende die Zufahrtstraße gesperrt. Und das fanden viele Besucher des Freibads gut. "Bei großem Besucherandrang wurde die Straße so zugeparkt, dass keine Rettungsfahrzeuge mehr ans Bad fahren konnten

Saarbrücken. Wegen des großen Andrangs im Schwarzenbergbad an den Wochenenden und des damit verbundenen Park-Chaos hatte die Stadt am Wochenende die Zufahrtstraße gesperrt. Und das fanden viele Besucher des Freibads gut. "Bei großem Besucherandrang wurde die Straße so zugeparkt, dass keine Rettungsfahrzeuge mehr ans Bad fahren konnten. Nach einer Kontrolle durch die Polizei wurde die Stadt Saarbrücken gebeten, die Situation zu entschärfen", erklärt Robert Mertes, der Bürgerreferent der Stadt Saarbrücken.

Anlieger und Mitglieder der beiden Tennisvereine durften durch die Straße Am Schwarzenbergbad fahren, für alle anderen war die Straße gesperrt. Sie mussten auf dem großen Parkplatz ganz in der Nähe parken und den Berg zum Schwarzenbergbad hoch laufen.

Mario Weber und Rudi Hager vom Werk- und Industrieschutz Sulzbach kontrollierten die Ein- und Ausfahrt an beiden Tagen von 9 bis 17 Uhr. "Es gab keine besonderen Vorkommnisse. Alle Autofahrer haben die Straßensperre akzeptiert und sind auf die vorgesehenen Parkplätze ausgewichen", sagte Rudi Hager, der weiß, dass es nichts bringt, allein die Schilder aufzustellen. "Die Badegäste würden am liebsten bis an den Beckenrand fahren. Parkverbotsschilder bringen gar nichts, da hält sich keiner dran. Man muss den Leuten erklären, warum die Straße frei bleiben muss", sagt Hager, während Mario Weber die ankommenden Autos davon abhält, die Straße zum Schwarzenbergbad hochzufahren.

Käthe Habelitz lobte die Sperre: "Endlich wird mal etwas Sinnvolles gemacht. Wenn jemand den Rettungsdienst braucht, ist er froh, dass dieser zügig zum Bad kommt. Durch die Absperrung wird das gewährleistet. Man sollte die Straße auch an heißen Wochentagen mit extremen Besucherzahlen sperren. Nicht nur am Wochenende." Auch Cornelia Werhan fand das Durchfahrtsverbot sehr gut. "Jetzt mal ehrlich, wenn ich Sport machen möchte und schwimmen gehe, dann kann ich doch die paar Meter vom Parkplatz zum Bad laufen. Wo ist denn da das Problem?" Während viele Badegäste die Straßensperre wohlwollend akzeptieren, sind auch die Anlieger in den angrenzenden Straßen erleichtert. "Bei großen Besucherzahlen wurde hier alles zugeparkt und den ganzen Tag hörte man nur Motorenlärm. Die Sperre dient jedem", sagte Anlieger Arnold Klein. Der Aufstand der Badegäste blieb also aus. Keiner machte Stress oder war gestresst. Mit Ausnahme von Mario Weber und Rudi Hager. "Acht Stunden in dieser Hitze aufzupassen, dass hier keiner durchfährt, ist anstrengend. Wir haben keine Pause und können nur abwechselnd etwas essen gehen. Aber es ist sinnvoll", meinte Hager. "Die Badegäste würden am liebsten bis

an den Beckenrand fahren."

Rudi Hager