1. Saarland

Verkehrschaos auf dem Rodenhof soll ein Ende haben

Verkehrschaos auf dem Rodenhof soll ein Ende haben

Saarbrücken. Die Bürger auf dem Rodenhof leiden unter großen Verkehrsproblemen. Neben Baustellen und Umleitungen sorgt vor allem das wilde Parken bei Spielen des 1. FC Saarbrücken im Ludwigspark sowie bei Großveranstaltungen in der Saarlandhalle für Unmut

Saarbrücken. Die Bürger auf dem Rodenhof leiden unter großen Verkehrsproblemen. Neben Baustellen und Umleitungen sorgt vor allem das wilde Parken bei Spielen des 1. FC Saarbrücken im Ludwigspark sowie bei Großveranstaltungen in der Saarlandhalle für Unmut.Ein Bürger-Vorschlag während der jüngsten Diskussion auf dem Rodenhof wird nun von der Verwaltung geprüft: Eine Schranke soll die Autofahrer rund ums Ludwigsparkstadion stoppen. Darauf konnten sich die Bürger mit Vertretern von Polizei und Ordnungsamt während der zweiten Bürgerversammlung unter dem Titel "Verkehrsprobleme Rodenhof" einigen.

Ein Versprechen erfüllte sich also gleich zu Beginn der Versammlung. Die Anwohner hatten bei der Vorgängerveranstaltung "Großbaustelle Rodenhof" vor fünf Wochen gedrängt, auch die Polizei und das Ordnungsamt einzubinden, um das Verkehrschaos in dem Stadtteil zu besprechen. Der CDU-Ortsverein Rodenhof hatte deshalb Polizeidirektor Peter Becker und die Leiterin des Saarbrücker Ordnungsamtes, Sigrid Schneider, eingeladen.

Das Versprechen von Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer bei der ersten Veranstaltung musste Schneider aber revidieren. Wandel-Hoefer hatte angekündigt, dass die neue Rodenhof-Brücke, die vom Kreisel Grülingsstraße zum Quartier Eurobahnhof führt und für eine Verkehrsberuhigung in der Lützelbach-, Heinrich-Koehl-Straße und dem Sittersweg sorgen soll, Ende März in Betrieb genommen wird. Das ist nicht passiert. Stattdessen kündigte Schneider nun an, dass Auftraggeber und Bauherr, die städtische Gesellschaft GIU, den 17. Mai als spätesten Termin für die Eröffnung der Brücke genannt haben. Aber glauben wollte das niemand. Gründe wie der Frost oder marode Straßenbausubstanz ließen die Bürger für die Bauverzögerung nicht gelten. Dass sei bei der Baumarkt-Baustelle am Güterbahnhof auch so gewesen. Der ist jetzt fertig. Der Baumarkt-Betreiber Bauhaus habe wohl mehr Druck gemacht als andere Auftraggeber, meinte der Vorsitzende der CDU Rodenhof, Gerd Bauer. Wann die Kanalbaustelle im Sittersweg beendet wird, konnte nicht geklärt werden. Dennoch versprach Bauer, den Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt mit dem Thema zu befassen.

Das wilde Parken bei Großveranstaltungen in der Saarlandhalle und bei den Fußballspielen nervt die Rodenhofer fast noch mehr als die Baustellen. Ein Anwohner schilderte den Fall, dass er bei einem FCS-Spiel sein Auto nicht aus der Garage fahren konnte, weil mehrere Autos seine Einfahrt versperrten. Beim Ordnungsamt hätten die Mitarbeiter gesagt, dass man da nichts machen könne.

Wie Polizei und Stadt das Parkchaos bei den Heimspielen in den Griff bekommen wollen, ist weiter unklar. Polizeidirektor Becker sagte, dass die über 400 Polizisten zunächst die Besucher schützen müssten und nicht Falschparken ahnden könnten. Ein Anwohner entgegnete Becker, dass es um die Sicherheit gehe, wenn bei einem Brand auf dem Rodenhof weder Feuerwehr noch Notarzt zur Einsatzstelle durchkämen. Besser sei die Situation gewesen, als eine Schranke am Ludwigsparkstadion die Autos gestoppt habe. Schneider sagte, dass die Feuerwehr sich dagegen ausgesprochen habe, weil so der direkte Weg ins Stadion blockiert sei. Vor dem nächsten Heimspiel nach Ostern wolle man nun aber gemeinsam mit der Feuerwehr prüfen, ob die Schranke wieder aufgestellt werde. Sowohl Schneider als auch Becker wiesen darauf hin, dass es auf dem Rodenhof, trotz massiver Verkehrsprobleme, nur wenige Unfälle gebe.

Doch die vielen und emotionalen Wortmeldungen der Rodenhof-Bewohner machten deutlich, wie sehr die andauernden Verkehrsprobleme an den Nerven zerren.