Verdi sieht Sicherheitsgefahr am Saar-Airport

Verdi sieht Sicherheitsgefahr am Saar-Airport

Berlin/Saarbrücken. In der Diskussion um die Sicherheit an Flughäfen hat der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach (CDU) gestern darauf hingewiesen, dass die Bezahlung privater Sicherheitskräfte am Flughafen Saarbrücken im Vergleich zu anderen überregionalen Flughäfen deutlich schlechter ausfällt

Berlin/Saarbrücken. In der Diskussion um die Sicherheit an Flughäfen hat der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach (CDU) gestern darauf hingewiesen, dass die Bezahlung privater Sicherheitskräfte am Flughafen Saarbrücken im Vergleich zu anderen überregionalen Flughäfen deutlich schlechter ausfällt. Während am Saar-Airport sieben Euro pro Stunde gezahlt werden, lägen die Grundlöhne am Frankfurter Flughafen bei neun bis 13 Euro pro Stunde, bundesweit bei elf Euro. An überregionalen deutschen Flughäfen würden 6300 Mitarbeiter privater Sicherheitsfirmen eingesetzt. Und 700 Beamte der Bundespolizei beziehungsweise der bayerischen Polizei. An Airports seien nur zertifizierte und tariftreue Sicherheitsfirmen tätig. Mit staatlich vorgeschriebener Ausbildung. Die Mitarbeiter stünden unter der Kontrolle der Bundespolizei.Friedhelm Schwan, Chef des Saarbrücker Flughafens, betonte gegenüber unserer Zeitung, der Airport habe derzeit keinen Einfluss auf die Löhne der Sicherheitskräfte. Es gelte eine Vereinbarung, die die Frankfurter Flughafen-Betreiber-Gesellschaft Fraport mit den Beschäftigten ihrer Tochtergesellschaft FIS geschlossen hat. Diese stellt verschiedenen Flughäfen Sicherheitspersonal zur Verfügung. Die Vereinbarung stamme noch aus der Zeit, als Fraport den Saarbrücker Flughafen gemanagt hat. Sie gelte bis heute und noch weitere zwei Jahre.Alfred Staudt, Chef der Gewerkschaft Verdi an der Saar, sieht mögliche Sicherheitsgefahren am Saar-Airport durch häufiger wechselndes Sicherheitspersonal. Geringe Bezahlung führe zu abnehmender Motivation und steigender Bereitschaft, das Unternehmen zu wechseln. Daher müsse die Fraport-Vereinbarung nachverhandelt werden. dpa/ts

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