Verbrannte Erde für Energiekonzerne

KraftwerkVerbrannte Erde für Energiekonzerne Zu "RWE soll VSE-Anteile abgeben" (14. Januar) und weiteren Artikeln Hier zeigt sich nun das, was bereits seit dem Scheitern des Kraftwerkneubaus in Ensdorf im November 2007 absehbar war

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Verbrannte Erde für Energiekonzerne

Zu "RWE soll VSE-Anteile abgeben" (14. Januar) und weiteren Artikeln

Hier zeigt sich nun das, was bereits seit dem Scheitern des Kraftwerkneubaus in Ensdorf im November 2007 absehbar war. Das Saarland kommt aufgrund der investitionsfeindlichen Stimmung der Bevölkerung und des Unvermögens politischer Parteien, die Saarländer von der Notwendigkeit solcher Projekte zu überzeugen, bei Investitionsentscheidungen der Energiekonzerne nicht mehr in Betracht. Das Ganze wird mittelfristig darin gipfeln, dass das Saarland seine Rolle in der Energieerzeugung gänzlich verlieren wird. Auch populistische Forderungen der Saar-SPD nach einer Rückgabe, der durch die RWE AG gehaltenen VSE Aktien, werden hieran nichts ändern. Der Zug ist mal wieder abgefahren, und die gesamte Landespolitik hat es verpennt!

Martin Becker, Rehlingen-Siersburg

Absurde Pläne vom Kreisvorsitzenden Jost

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Wieder einmal ist das Kraftwerk Ensdorf in der Diskussion. Doch die Diskussion wird immer absurder. Diesmal fordert der SPD Kreisvorsitzende Jost, dass zum Beispiel Kommunen die RWE-Anteile übernehmen sollten, um das angeblich so profitable Kraftwerk weiter zu betreiben. Wenn es aber profitabel zu betreiben wäre, dann würde RWE sicherlich nicht zögern, es langfristig selber weiter zu betreiben und die jetzige Zitterpartie beenden. Auch Josts Bemerkung zu den Brennstoffen ist absurd. Man kann in ein betagtes Steinkohlekraftwerk nicht einfach Biomasse reinkippen, oder es mit Erdgas betreiben. Man müsste schon ein neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerk bauen, natürlich mit Kraft-Wärme-Kopplung. Aber wie will Jost Hunderte von Millionen Euros finanzieren? Und die skurille Idee etwa doch noch ein Kohlekraftwerk neu zu bauen wäre eine Kampfansage an Umweltverbände und viele Bürgerinitiativen.

Roland Wiesdorf, Bous

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