Veit kontra Vogt - wer wird's?

Veit kontra Vogt - wer wird's?

Nohfelden. Ausbau des Wirtschaftsstandorts, Kampf gegen Schulden, Ja zum Ferienpark am Bostalsee: Die Unterschiede zwischen den beiden Bürgermeisterkandidaten in Nohfelden sind marginal. So setzt auch Amtsinhaber Andreas Veit (CDU) darauf, neue Industrie anzusiedeln

Nohfelden. Ausbau des Wirtschaftsstandorts, Kampf gegen Schulden, Ja zum Ferienpark am Bostalsee: Die Unterschiede zwischen den beiden Bürgermeisterkandidaten in Nohfelden sind marginal. So setzt auch Amtsinhaber Andreas Veit (CDU) darauf, neue Industrie anzusiedeln. Allerdings mit Bedacht, um die Gemeinde nicht noch tiefer in die Miesen zu reißen und womöglich auf den Kosten sitzen zu bleiben, wenn sich keine neuen Gewerbetreibenden finden. Während sein Herausforderer Jörg Vogt (SPD) durchaus Geld in die Hand nehmen will, um Gewerbegebiete auszubauen. Denn wenn's die gibt, kommen seiner Ansicht nach neue Firmen und spülen Steuern in den öffentlichen Haushalt.Grundsätzliche Übereinstimmung signalisieren beide Bewerber auch beim Umgang mit der staatlich verordneten Schuldenbremse: Das bedeutet für die Kommune: Sie soll bis einschließlich 2015 jährlich 120 000 Euro weniger ausgeben. Diesen Plan beschloss der Gemeinderat mit großer Mehrheit. Und was den Ferienpark betrifft, der nächstes Jahr eröffnet werden soll: Den begreifen sowohl der 41-jährige Veit als auch der 56 Jahre alte Vogt als Chance für den Tourismus, von dem auch die Ortsteile profitierten. Nur dass Vogt dem bisherigen Rathauschef Veit vorwirft, anders als er selbst nicht immer uneingeschränkt zu diesem Projekt gestanden zu haben.

Ansonsten geht es bei beiden um Ideen gegen den durch Rückgang der Bevölkerungszahl drohenden Leerstand innerörtlicher Altbauten. Gleichzeitig setzen sich die Kommunalpolitiker für den Ausbau der Kindergartenplätze ein. Bürgernähe, so versichern beide, ist für sie unverzichtbar - dem aus dem Nonnweiler Ortsteil Gonnesweiler stammenden Veit seit 2005 als Bürgermeister und Vogt seit 2002 als Nohfelder Ortsvorsteher.

Bleibt Andreas Veit auf dem Chefsessel der Gemeindeverwaltung? Oder löst ihn nach der Bürgermeisterdirektwahl am Sonntag Jörg Vogt ab? 8523 Wahlberechtigte können darüber entscheiden. Dazu sind sie in den 13 Dörfern zwischen acht und 18 Uhr aufgerufen. Die Auszähldaten laufen im Rathaus bei Hubertus Kuhn zusammen. Der Chef der Abteilung zentrale Steuerung (früher: Hauptamt) rechnet damit, dass das Ergebnis rasch steht. "Gegen 18.15 Uhr haben wir die ersten Ergebnisse, gegen 18.30 Uhr sind alle Stimmzettel ausgezählt", sagte er am Freitag.

Jörg Vogt (SPD). Fotos: B&K.

Wer sich mit anderen live ansehen möchte, wie die Zahlen eintrudeln: Im Sitzungssaal werden sie auf eine Leinwand übertragen. Auch die Bürgermeisterkandidaten wollen dabei sein, bevor es anschließend zu den Wahlpartys geht. Die Union lädt nach Wolfersweiler ins katholische Pfarrheim, Sozialdemokraten kommen im Nohfelder Musikheim nahe der Turnhalle zusammen. > Seite B 2: weiterer Bericht

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