Uwe Grubs Spaß mit der Rasselbande

Uwe Grubs Spaß mit der Rasselbande

Kirkel. Wer beim SV Kirkel in der Bezirksliga Neunkirchen Fußball spielt, kann zwar kein Geld verdienen, kommt aber in den Genuss von Übungseinheiten mit dem regionalliga-erfahrenen Trainer Uwe Grub. Nicht zuletzt deshalb sind seine Jungs mit Begeisterung bei der Sache. Grub lässt sie die gesamte Saison über jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag zum Training antanzen

Kirkel. Wer beim SV Kirkel in der Bezirksliga Neunkirchen Fußball spielt, kann zwar kein Geld verdienen, kommt aber in den Genuss von Übungseinheiten mit dem regionalliga-erfahrenen Trainer Uwe Grub. Nicht zuletzt deshalb sind seine Jungs mit Begeisterung bei der Sache. Grub lässt sie die gesamte Saison über jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag zum Training antanzen.

Von Zeit zu Zeit gibt er ihnen freitags frei, doch dann wird am Samstagmorgen trainiert. Und auch bei solchen Übungseinheiten einen Tag vor dem Spiel sind immer über 20 Kicker im Training. "Die Spieler ziehen super mit und versuchen, meine taktischen Vorgaben schnell umzusetzen. Im spielerischen und konditionellen Bereich sind wir klasse drauf, es fehlt uns lediglich noch an Erfahrung. Hätten wir noch zwei, drei Spieler im Alter zwischen 27 und 29 Jahren im Kader, die früher in der Landes- oder Verbandsliga aktiv waren, würden wir auf Platz zwei oder drei stehen."

Grub weiter: "Ich war 20 Jahre bei Borussia Neunkirchen und habe sechs Mal als Spieler sowie einmal als Trainer den Saarlandpokal gewonnen. Natürlich hängt mein Herz noch an diesem Verein. Allerdings fühle ich mich auch hier in Kirkel sehr wohl. Und so habe ich mich dazu entschlossen, meinen Vertrag über das Saisonende hinaus zu verlängern", berichtet der Polizeibeamte. "Ich möchte keinen Spieler hervorheben, aber da sind Jungs dabei, die im Sommer erst aus der A-Jugend heraus kamen. Und einige andere hatten vor meinem Amtsantritt sogar ganz mit dem Fußballspielen aufgehört. Wenn ich dann sehe, wie sich diese Jungs Woche für Woche im Training und im Spiel reinknien, muss ich als Trainer einfach zufrieden sein", sagt Uwe Grub.

Der 48-Jährige kommt aus der Jugend des SV Altstadt. Im zweiten Jahr bei der A-Jugend wechselte er dann zu Borussia Neunkirchen. Im Aktivenbereich durfte er als 19-Jähriger in der Zweiten Liga Süd reinschnuppern. Auch in der Oberliga hielt er der Borussia über ein weiteres Jahrzehnt lang die Treue. "Der absolute Höhepunkt dieser schönen Zeit war unser Pokalauftritt gegen Bayern München im August 1992. Unsere 0:6-Niederlage wurde auf RTL im Fernsehen live übertragen", erinnert sich Grub.

Im Trainergeschäft verdiente er sich in der Neunkircher Jugendabteilung die ersten Sporen, ehe er die erste Mannschaft in der Regional- und Oberliga trainierte. Es folgten die Stationen SVN Zweibrücken, der damals noch SV Niederauerbach hieß, Bundesliga-Frauen des 1. FC Saarbrücken, A-Jugend 1. FC Saarbrücken, SV Reiskirchen und VfB Waldmohr. Vor anderthalb Jahren kam er schließlich zum SV Kirkel. Zur Winterpause ist der SV Kirkel Tabellensiebter. In der Endabrechnung peilt der TVK-Trainer einen einstelligen Tabellenplatz an. "Wir sind derzeit in unserer Liga der beste Verein aus dem Kreis Homburg - und das mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren. So kann es weitergehen", zieht Grub eine durchweg positive Bilanz. sho

Freunde und Gönner des TVK sind an diesem Sonntag, 17. Januar, ab 10.30 Uhr zum Trainingsauftakt der aktiven Mannschaften ins Mühlenweiher-Stadion eingeladen.

"Ich muss ich als Trainer einfach zufrieden sein."

Uwe Grub

Mehr von Saarbrücker Zeitung