Unzumutbare Zustände in alter Schule

Unzumutbare Zustände in alter Schule

Jägersburg. Die Situation im Jugendzentrum (Juz) "Chill out" hat bei der Ortsratssitzung in Jägersburg für Aufregung gesorgt. Anlass waren Beschwerden von Anwohnern wegen Lärmbelästigung, aber vor allem wegen unzumutbarer Vorfälle in der alten Schule

Jägersburg. Die Situation im Jugendzentrum (Juz) "Chill out" hat bei der Ortsratssitzung in Jägersburg für Aufregung gesorgt. Anlass waren Beschwerden von Anwohnern wegen Lärmbelästigung, aber vor allem wegen unzumutbarer Vorfälle in der alten Schule. Es seien "massive Sachen" passiert, berichtete CDU-Sprecher Christoph Glas in Anwesenheit einer großen Gruppe Jugendlicher. So sei die Tür eines Raumes aufgebrochen, beschädigt und Material entwendet worden. Nicht nachvollziehen könne er, dass jemand vor einigen Wochen in dem Raum sein "großes Geschäft" verrichtet habe. "Ein abartiges Verhalten." Darüber hinaus nutzten Jugendliche Räume, die sie nicht nutzen dürften, so Glas.

Auch SPD-Sprecher Jürgen Schäfer wies auf Verunreinigungen sowie auf aufgedrehte Heizungen hin. Der Ortsrat habe sich bisher hinter die Jugendlichen gestellt, doch das habe das Fass zum Überlaufen gebracht. "Unvorstellbar", betonte Beigeordneter Rüdiger Schneidewind. Er appellierte an die Jugendlichen, ihre selbst gestaltete Nutzungsordnung besser umzusetzen. Ortsvorsteher Siegfried Biegaj riet den Jugendlichen, die Personalien von nicht zum Juz gehörenden Personen festzustellen und ihm mitzuteilen. Gabriele Wolf vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt wies darauf hin, dass öfter Fenster offen stünden. So könnten andere Personen ins Haus eindringen. Der Ortsrat forderte Einsicht in die Juz-Nutzungsordnung und die Einhaltung fester Öffnungs- und Schließzeiten. Zudem will Michael Germann (CDU) von der Stadt wissen, ob es eine Hausordnung für die vom Juz und von der Awo genutzte alte Schule gibt. Man wolle das bisher als "Vorzeige-Juz" geltende Jugendzentrum nicht "auf Biegen und Brechen" zumachen, so Glas. Er räumte den Jugendlichen eine Bewährungszeit ein. Er schlug ihnen einen Ortstermin mit Ortsrat und Anwohnern vor.

Sorgen bereitet dem Ortsrat die Situation der brachliegenden, teilweise maroden Kleingolfanlage, die sich im Besitz der Stadt befindet. Zuständig ist die Grünflächenabteilung. Nach der Aufhebung des Mietvertrages im September habe es bisher noch keine Ausschreibung für einen Investor gegeben. "Hier muss im Sinne der Naherholung sinnvoll investiert werden, denn wir brauchen diese Freizeitanlage", forderte Biegaj eine offene Ausschreibung in Verbindung mit Biergarten und Gastronomie.

Mit der Aufstellung eines vom Ortsrat finanzierten Wildzaunes sei der Friedhof nun ganz eingezäunt, sieht Biegaj das Problem durch Wildschäden dort beseitigt. "Seither ist kein Rehwild mehr gesichtet worden", teilte Jürgen Schäfer mit. re