1. Saarland

Unzufrieden und überglücklich

Unzufrieden und überglücklich

Die SV Elversberg ist in der Regionalliga Südwest nur zu einem 1:1 gegen den SC Freiburg gekommen. Trotz der nach wie vor guten Tabellen-Position tritt die Mannschaft in den vergangenen Wochen nicht mehr so stark wie in der Vorrunde auf.

Souverän und mit viel Spielfreude gewann die SV Elversberg ihre Spiele in der ersten Saisonhälfte der aktuellen Spielzeit in der Regionalliga Südwest. Irgendwie scheinen diese Eigenschaften verloren gegangen zu sein. Zwar sind die Fußballer von Trainer Jens Kiefer nach wie vor Zweiter, doch die Mannschaft wirkt in den vergangenen Wochen ein klein wenig gehemmt.

"Eigentlich müssten wir doch sehr viel Selbstvertrauen haben. Wir sind Zweiter, haben weniger Spiele als die Konkurrenz. Das sind doch perfekte Voraussetzungen", sagte Torschütze Maurice Deville nach dem mäßigen 1:1 zu Hause gegen den SC Freiburg II.

Zufrieden war niemand, auch nicht Kapitän Timo Wenzel. "Ein Punkt ist wenig, aber die Konkurrenz hat ja auch nur Unentschieden gespielt. Von daher ist nichts passiert", meinte er, "wir werden uns aus diesem kleinen Tief herausarbeiten. Ich glaube, dass wir die Relegation erreichen werden." Den nächsten Schritt könnten Wenzel und Co. am Mittwoch machen. Dann hat die SVE um 14 Uhr den SC Idar-Oberstein zu Gast.

Während bei der Ersten Enttäuschung herrschte, gab es bei der SVE II am Samstag Riesenjubel. Durch einen 4:2 (3:1)-Auswärtserfolg beim FK Pirmasens machte die Mannschaft von Trainer Peter Eiden einen riesigen Schritt in Richtung Klassenverbleib in der Oberliga Südwest. Dabei hatte Eiden vor der Begegnung noch riesige Probleme auf der Torhüter-Position. Stammtorwart Tobias Rott musste berufsbedingt passen, Vertreter Moritz Rott hatte sich am Dienstag im Training die Außenbänder gerissen. Regionalliga-Ersatz-Torwart Daniel Kläs saß bei der ersten auf der Bank, und A-Jugend-Schlussmann Fabian Gessner musste mit einer Herzmuskel-Entzündung passen.

So kam Torwart-Trainer Volker Lefebre zu einem überraschenden Einsatz. Der zeigte zwar eine sehr gute Leistung, musste den Ball aber schon nach acht Minuten zum ersten Mal aus dem Netz holen. Sebastian Schad schoss Pirmasens mit 1:0 in Führung. Nur sechs Minuten später gelang der SVE der Ausgleich. Moussa Dansoko traf nach einem Doppelpass mit Frederick Kyereh. In der 21. Minute sorgte Fabio di dio Parlapoco nach einer Flanke von Sascha Holzer für das 2:1 zu Gunsten der Gäste. Fünf Minuten später gelang Mersah Mehmedovic per Foulelfmeter das 3:1. Kurz nach der Pause verkürzte Sebastian Reinert ebenfalls per Elfmeter für die Gastgeber auf 2:3. In der Schlussminute traf Stefano Pennella aber zum 4:2-Endstand.