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Unwetter: Unwetter löst im Saarland 255 Einsätze aus

Unwetter : Unwetter löst im Saarland 255 Einsätze aus

„Land unter“ hieß es in der Nacht von Sonntag auf Montag vielerorts im Saarland. 255 Einsätze stemmten Polizei und Feuerwehr, wie die Führungs- und Lagezentrale in Saarbrücken auf SZ-Anfrage mitteilte. 703 Anrufe über die Notrufnummer 112 seien allein zwischen 19 und 23 Uhr eingegangen, teilte ein Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle des Saarlandes am Montag mit. Vereinzelt mussten die Einsatzkräfte gestern Folgeeinsätze bewältigen. Besonders schwer wütete das Unwetter im Regionalverband Saarbrücken, im Kreis Neunkirchen und im Saarpfalz-Kreis.

Der Starkregen sorgte für vollgelaufene Keller und hochgespülte Gullydeckel. Sturmböen rissen Bäume um. Feuerwehrleute hatten zum Teil die Nacht durchgearbeitet, um die Schäden zu minimieren. In den barocken Gebäuden am Saarbrücker Ludwigsplatz war am Sonntagabend kein Keller trocken geblieben. Mitarbeiter der Landesverwaltung machten gestern Morgen einen Rundgang, um die Schäden zu begutachten. Im französischen Generalkonsulat ist man auf Wasser vorbereitet gewesen, dort standen die Akten auf Europaletten und wurden nicht beschädigt, hieß es. In der Staatskanzlei selbst pumpte die Feuerwehr noch gestern Morgen Regenwasser aus den Kellerräumen. „Es gibt keine nennenswerten größeren Schäden“, sagte Gabi Kümmel von der Pressestelle der Staatskanzlei.

Auch mehrere Geschäfte in der Saarbrücker Innenstadt hatten unter den Wassermassen zu leiden. Aus den Kellerräumen der Europa-Galerie pumpten Einsatzkräfte bis tief in die Nacht etwa 100 000 Liter.  In Teilen der Stadt Neunkirchen stand das Regenwasser am Sonntagabend teilweise knapp einen Meter hoch auf der Fahrbahn – Autos trieben umher. Auch der Tresorraum einer Bankfiliale stand unter Wasser.

Innenminister Klaus Bouillon (CDU) besuchte gestern mit Landesbrandinspekteur Timo Meyer die Höcherberghalle in Bexbach, wo Wasser Teile der Kegelbahn überflutet hatte. Er dankte allen Helfern von Feuerwehr, THW, Polizei und Rettungsdiensten, die teilweise bis am Morgen im Einsatz waren.