Untreue-Prozess gegen Ex-Führungsspitze der "Saarland Heilstätten"

Untreue-Prozess gegen Ex-Führungsspitze der "Saarland Heilstätten"

Saarbrücken. Wegen Verdachts der Untreue müssen sich seit Freitag drei leitende Mitarbeiter der "Saarland Heilstätten GmbH" (SHG) vor dem Landgericht verantworten. Es geht um einen möglichen Schaden in Höhe von rund 32 000 Euro. Sie wurden angeblich zu Unrecht in Zusammenhang mit Ausgaben für die Altersvorsorge eines früheren Geschäftsführers gezahlt

Saarbrücken. Wegen Verdachts der Untreue müssen sich seit Freitag drei leitende Mitarbeiter der "Saarland Heilstätten GmbH" (SHG) vor dem Landgericht verantworten. Es geht um einen möglichen Schaden in Höhe von rund 32 000 Euro. Sie wurden angeblich zu Unrecht in Zusammenhang mit Ausgaben für die Altersvorsorge eines früheren Geschäftsführers gezahlt.Die drei Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück. Sie standen in den Jahren 2006 und 2007 an der Spitze des größten Krankenhausträgers an der Saar. Der damalige Geschäftsführer, der heute in Süddeutschland arbeitet, hatte zu dieser Zeit in seinem Arbeitsvertrag eine Klausel, wonach der Sozialkonzern ihm 22 000 Euro pro Jahr für eine private Altervorsorge zahlt. Die Personalabteilung der SHG sah darin zunächst eine Bruttovereinbarung, führte die Steuern ab und überwies von 2003 bis 2006 rund 10 000 Euro netto im Jahr auf das Konto des heute 49-jährigen Angeklagten. Der beschwerte sich Ende 2006 darüber und erklärte, ihm stehe der volle Betrag von 22 000 Euro netto zu. Die SHG müsse ihm also die Differenz erstatten. Der damalige Personalchef betonte daraufhin, er könne dies nicht entscheiden. Dazu brauche er entweder eine schriftliche Anordnung des ihm vorgesetzten Verwaltungsdirektors oder einen Beschluss des Aufsichtsrates. Ergebnis: Der Aufsichtsrat blieb außen vor. Der Geschäftsführer schaltete den zwischenzeitlich pensionierten Verwaltungsdirektor ein. Der prüfte den Fall und kam zu dem Ergebnis, dass sein Geschäftsführer tatsächlich die 22 000 Euro netto zu bekommen habe. Der Personalchef veranlasste daraufhin einen entsprechenden Ausgleich für drei Jahre in Höhe von rund 32 000 Euro. Der Prozess wird am Montag fortgesetzt. wi