Unterstützung, die ankommt

Unterstützung, die ankommt

Bildstock. Mit finanzieller Hilfe des Deutsch-Rumänischen Freundschaftskreises Saarland und aktiver Selbsthilfe der Eltern konnte das Haus gemietet und renoviert werden. Auch wenn noch ein Anbau saniert werden muss, kann das Haus für die Betreuung und Förderung behinderter Kinder bereits genutzt werden

Bildstock. Mit finanzieller Hilfe des Deutsch-Rumänischen Freundschaftskreises Saarland und aktiver Selbsthilfe der Eltern konnte das Haus gemietet und renoviert werden. Auch wenn noch ein Anbau saniert werden muss, kann das Haus für die Betreuung und Förderung behinderter Kinder bereits genutzt werden. Bei der Einweihungsfeier dankte die Vorsitzende von Integra, Nora Blauth, für die große Hilfe aus dem Saarland. Viele Eltern bedankten sich in Einzelgesprächen. Nach Angaben von Willi Gehring, dem Vorsitzenden des Deutsch-Rumänischen Freundschaftskreises Saarland, wird die Gemeinschaft weitere Hilfe und Unterstützung leisten. Gehring: "Das muss auch sein, damit die Arbeit von Integra sich richtig und beständig entwickeln kann."Bei der Feier wurden alle Räume eingesegnet. Auch Lucian Fenesan von der Kinder- und Familienhilfe Lipova freute sich über die große Hilfe für behinderte Kinder. Beim Aufbau des Heims halfen nach Auskunft von Gehring auch "die Freunde aus Lipova" mit.

Die Hälfte des Hauses mit dem baufälligen Anbau wird bis Oktober saniert. Zwei Therapieräume entstehen. "Das Integra-Haus ist ein entscheidender, für Rumänien beispiel- und modellhafter Schritt zur Verbesserung der Hilfe für behinderte Kinder", stellt der Vorsitzende des Freundschaftskreises fest. Beeindruckend sei vor allem das große Engagement der Eltern, die bei dem Projekt ein herausragendes Stück Selbsthilfe leisteten. Mit ein guter Grund dafür, dass der Deutsch-Rumänische Freundschaftskreis Saarland das Hilfsprojekt weiter mit Geld und Unterstützung fördern und begleiten werde, so Willi Gehring.

Inzwischen werden vom Verein Integra rund 60 Kinder betreut, 20 sind in speziellen Therapiemaßnahmen. Wie Gehring erläutert, ist Rumänien neben Albanien und Bulgarien das ärmste Land in Europa. Dramatisch sei dort vor allem die Armut von Familien mit Kindern. Insbesondere behinderte Kinder seien in Rumänien "ausgegrenzt".

Rund 32 000 Euro will der Deutsch-Rumänische Freundschaftskreis Saarland in den nächsten drei Jahren in das wegweisende Hilfsprojekt für behinderte Kinder in Rumänien investieren.