Unterm Weihnachtsbaum liegt auch Kultur

Unterm Weihnachtsbaum liegt auch Kultur

Saarbrücken. Rasierer und After-Shave für den Herrn, Lippenstift und Parfüm für die Dame? Zu Weihnachten lässt sich der "Kulturbeutel" durchaus auch mit anderen Geschenkideen füllen

Saarbrücken. Rasierer und After-Shave für den Herrn, Lippenstift und Parfüm für die Dame? Zu Weihnachten lässt sich der "Kulturbeutel" durchaus auch mit anderen Geschenkideen füllen. Ob kunsthandwerkliche Produkte kleiner Manufakturen, Konzert- oder Theaterkarten oder Präsente aus dem Museumsshop: Die Möglichkeiten, "Kultur unter den Weihnachtsbaum" zu bringen, sind vielfältig. Und viele machen von ihnen Gebrauch. So herrscht derzeit etwa an der Kasse des Saarländischen Staatstheaters (SST) Hochbetrieb. Denn die "SST-Weihnachtspäckchen" - Geschenkangebote, mit denen Weihnachten garantiert kein Drama wird - sind begehrt. Seit Beginn der neuen Spielzeit wurden nach Auskunft von SST-Sprecherin Ellen Brüwer über 400 Wahlabonnements und 700 Gutscheine verkauft, "ein Großteil davon seit Anfang November", so Brüwer. In goldene Schmuckhüllen verpackte Geschenkabonnements für vier bis sechs Vorstellungen wurden von 46 Theaterliebhabern gekauft.

Bisher gute Geschäfte

"Auch für uns ist das Weihnachtsgeschäft wichtig und erfreulich", sagt Elisabeth Tonn vom Museumsshop Wa(h)re Kunst, der wegen der Bauarbeiten rund um die Moderne Galerie vorübergehend das k4 forum am St. Johanner Markt bezogen hat. "Denn die Erlöse des Shops, in dem 27 Ehrenamtliche arbeiten, werden dem Saarlandmuseum für den Ankauf von Kunstwerken zur Verfügung gestellt."

Im Historischen Museum am Schlossplatz ist in der Vorweihnachtszeit nach Auskunft des stellvertretenden Museumsdirektors Reiner Jung kein spürbarer Anstieg der Nachfrage festzustellen. "Unsere Produkte verkaufen sich das ganze Jahr über sehr gut", sagt Jung. Besonders beliebt seien bei Kindern kleine Ritterfiguren und Pferde, Ritterhelme und Schwerter sowie Federn und Hüte für kleine "Burgfräuleins". "Erwachsene erwerben bevorzugt Postkarten, Streichholzschachteln mit Werbung für ehemalige Saarprodukte und jetzt im Advent auch Oblaten mit weihnachtlichen Motiven nach historischen Vorbildern", berichtet Reiner Jung. Bei den Publikationen sei unter anderem das Buch zur Sonderausstellung "Saar Rock History" begehrt.

Izabella Markiewicz stellt in ihrer Manufaktur handgemachte Produkte her. Foto: Becker&Bredel.

Wer etwas verschenken möchte, das nicht an jeder Straßenecke zu haben ist, findet bei kleinen Saarbrücker Labels wie "Mädchenwahn" oder auch bei "Frau Sinnig" ausgefallene Präsente. rae