Unruhige Silvesternacht

Unruhige Silvesternacht

Völklingen/ Großrosseln. Die Völklinger Polizei hatte in der Silvesternacht alle Hände voll zu tun. Wie die Beamten am Neujahrstag berichteten, mussten sie zu insgesamt 14 Schlägereien ausrücken. Dabei war durchweg Alkohol im Spiel. Etwa bei einem 24-Jährigen in der Altenkesseler Schulstraße, der kurz nach 0

Völklingen/ Großrosseln. Die Völklinger Polizei hatte in der Silvesternacht alle Hände voll zu tun. Wie die Beamten am Neujahrstag berichteten, mussten sie zu insgesamt 14 Schlägereien ausrücken. Dabei war durchweg Alkohol im Spiel. Etwa bei einem 24-Jährigen in der Altenkesseler Schulstraße, der kurz nach 0.30 Uhr den freundlichen Neujahrswunsch eines 23-Jährigen als Provokation missverstand und dem Grüßenden mit der Faust ins Gesicht schlug - Ergebnis: ein demolierter Zahn und eine blutende Nase. Ebenfalls stark alkoholisiert fuhr eine 23-jährige Saarlouiserin in Wehrden gegen eine Ampel, wobei sie leichte Verletzungen erlitt. Sie musste zur Blutprobe und ihren Führerschein abgeben. In Gersweiler drängte sich gegen 2.30 Uhr ein betrunkener Mann in eine private Feier und scherte sich nicht darum, dass er hinausgewiesen wurde - der Gastgeber rief die Polizei, die den ungebetenen Gast nach Hause brachte. Auch zwei Hunde, wegen der Knallerei ausgebüxt, hielten die Beamten auf Trab. Die Halter konnten ihre Tiere bald wieder in Empfang nehmen, unversehrt. Was es auch gab: Beschwerden über Ruhestörungen schon ab 0.30 Uhr - für die Polizei aber kein Anlass zum Einschreiten, denn in der Silvesternacht ist Feuerwerk erlaubt. Das Personal der Rettungswachen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Völklingen und Ludweiler kam ebenfalls nicht zur Ruhe. Nach Mitternacht rollten die Notarzt- und Rettungswagen pausenlos. In einer Völklinger Gaststätte musste eine 19-Jährige nach übermäßigem Alkoholkonsum erst notärztlich versorgt und dann in die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht werden. Auch in Großrosseln hatte eine 19-Jährige zu viel getrunken; die Sanitäter konnten sie aber in die Obhut der Eltern geben. Ein 15-jähriges Mädchen in Wehrden und eine Gleichaltrige in Überherrn kamen mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus. Zwischen Mitternacht und sieben Uhr morgens wurden 28 Notfalleinsätze gezählt. Ein 24-Jähriger aus Emmersweiler wurde auf einer privaten Party in Schaffhausen Opfer einer Messerstecherei. Wie die DRK-Pressestelle mitteilte, rammte ein Bekannter dem jungen Mann nach einem Wortgefecht ein Messer in den Oberschenkel und flüchtete. Der Verletzte kam ins Krankenhaus. Kurios: In der Silvesternacht verletzten sich zwei Menschen bei Computerspielen. Eine Frau zog sich beim Spielen eine Zerrung zu. Und ein Völklinger, der an der Spiele-Konsole Golfabschläge geübt hatte, rutschte auf Socken auf dem Parkett aus - er kam mit Verdacht auf Sprunggelenksfraktur in eine Klinik. Am Silvester-Nachmittag gab es in Völklingen außerdem einen Unfall mit einer Kreissäge. Ein Heimwerker schnitt sich zwei Finger ab.

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