Unesco überreicht im August Zertifikate

St. Ingbert. Schon vor mehr als zehn Jahren gab es den Gedanken einer Biosphäre inklusive Mittelstadt St. Ingbert. Die Lokale Agenda, insbesondere der Arbeitskreis Stadtentwicklung, erläutert die Biosphärenbeauftragte Monika Conrad, war sehr rührig. Conrad hat die weitere Entwicklung in ihren Unterlagen chronologisch aufgelistet

St. Ingbert. Schon vor mehr als zehn Jahren gab es den Gedanken einer Biosphäre inklusive Mittelstadt St. Ingbert. Die Lokale Agenda, insbesondere der Arbeitskreis Stadtentwicklung, erläutert die Biosphärenbeauftragte Monika Conrad, war sehr rührig. Conrad hat die weitere Entwicklung in ihren Unterlagen chronologisch aufgelistet. Demnach hatte das Land 1999 eine Machbarkeitsstudie zur Biosphäre in Auftrag gegeben. Bereits 2001 beschäftigte sich der St. Ingberter Umweltausschuss mit der Abgrenzung der Region.

Im gleichen Jahr gründete sich der Verein "Freunde der Biosphärenregion Bliesgau" mit dem ehemaligen Umweltminister Berthold Budell an der Spitze. Seinerzeit sollten von St. Ingbert nur Hassel und Oberwürzbach in die Modellregion integriert werden. Mitte 2003 beschloss der Stadtrat St. Ingbert, die Aufnahme der gesamten Stadt anzustreben.

2004 untersuchte die Taurus-Studie die Entwicklungspotenziale, die aus der Integration der Gesamtstadt entstehen könnten. 2006 gründete sich der Biosphären-Zweckverband. Im gleichen Jahr startete das Anerkennungsverfahren bei der Unesco. 2007 stimmte der Zweckverband dem Beitritt der Gesamtstadt St. Ingbert zu. Seit 26. Mai 2009 ist die Region offizielles Biosphärenreservat. Das Zertifikat werden Unesco-Vertreter am 23. August beim Biosphärenfest in Kirkel Ministerpräsident Peter Müller überreichen. mbe

Hintergrund

St. Ingbert ist als Gesamtstadt Teil des Biosphären-Reservats Bliesgau, das die Unesco am 26. Mai in die Liste der weltweiten Reservate aufgenommen hat. Ziel einer Biosphäre ist es, Landschaften als Modellregionen nachhaltig zu entwickeln. Die Biosphäre Bliesgau ist weltweit die erste urban-industriell geprägte Modellregion. Mit der Verknüpfung von Stadt und ländlichem Raum besitzt sie ein Alleinstellungsmerkmal.

Die Biosphäre ist gegliedert in Entwicklungszone, Pflegezone und Kernzone. Die Kernzone ist dabei das am strengsten geschütze Gebiet, in dem sich die Natur frei entwickeln kann. mbe

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