1. Saarland

Unesco-Auszeichnung für Schülerprojekt

Unesco-Auszeichnung für Schülerprojekt

Gersweiler. Die Reise nach Stuttgart hatte die Delegation der Katharine-Weißgerber Schule ganz schön mitgenommen. "Ja, wir sind noch ganz platt", berichtete Lehrerin Marianne Schäfer am Morgen nach der Auszeichnung, und die Praktikanten Florian Zimnol und Yvonne Schetter nickten nur müde.Doch die Reise an den Neckar hat sich gelohnt

Gersweiler. Die Reise nach Stuttgart hatte die Delegation der Katharine-Weißgerber Schule ganz schön mitgenommen. "Ja, wir sind noch ganz platt", berichtete Lehrerin Marianne Schäfer am Morgen nach der Auszeichnung, und die Praktikanten Florian Zimnol und Yvonne Schetter nickten nur müde.Doch die Reise an den Neckar hat sich gelohnt. Denn das Öko-Live-Projekt der Schule wurde dort als offizielles Unesco-Dekade-Projekt ausgezeichnet, außerdem blieb noch ein wenig Zeit, um mit den Kollegen von all den anderen Projekten aus ganz Deutschland in Kontakt zu kommen und sich ein paar Anregungen zu holen. Einen Streifzug über die Didacta-Messe hat die Gruppe selbstverständlich mit der Dienstreise verbunden. Trophäen hatten die drei auch dabei, unter anderem eine Unesco-Flagge und eine Platte, die im Frühjahr neben die Eingangstür gedübelt werden soll.

Alle, die zum Projekt gehören, wie Schulleiterin Angelika Bastuck und Lehrerin Iris Zirpel, sind furchtbar stolz auf die Auszeichnung. Schäfer erklärt warum: "Tausende von Projekten, die sich mit der Nachhaltigkeit beschäftigen, bewerben sich bei der Unesco, und viele werden auch einmal ausgezeichnet." Allerdings wolle die Unesco nicht, dass sich die Projekte auf ihren Lorbeeren ausruhen, und so werde die Auszeichnung nur für zwei Jahre verliehen. Dann muss eine zweite Bewerbung erfolgen - wobei Gerhard de Hahn, der Vorsitzende der Unesco-Jury jedes Mal die Latte höherlegt.

"Das heißt, dass wir unser Projekt immer weiter entwickeln müssen", erklärt Schäfer. So hat die Katharine-Weißgerber-Schule ihr Projekt Öko-Live in die Biosphärenregion Bliesgau ausgeweitet. Schäfer: "Wir haben eine Kooperation mit dem Wintringer Hof geschlossen, pflegen dort zum Beispiel einen Acker und verkaufen Produkte des Hofes bei Schulveranstaltungen." Der Plan für die nächste Bewerbung in zwei Jahren liegt ebenfalls bereits in ihrer Schublade: "Dann beschäftigen wir uns mit dem fairen Handel."