Und dann kam Ben, der Fernsehstar

Und dann kam Ben, der Fernsehstar

Sulzbach. "Die Natur ist unsere Lebensgrundlage. Deshalb ist es wichtig, dass wir sie kennen und auch schützen", sagt der Mann in der grünen Jacke. Die Mädchen und Jungen der ersten und zweiten Klasse der Sulzbacher Mellinschule hören gespannt zu. Immer wieder gehen die Arme der Kinder nach oben. Sie haben viele Fragen

Sulzbach. "Die Natur ist unsere Lebensgrundlage. Deshalb ist es wichtig, dass wir sie kennen und auch schützen", sagt der Mann in der grünen Jacke. Die Mädchen und Jungen der ersten und zweiten Klasse der Sulzbacher Mellinschule hören gespannt zu. Immer wieder gehen die Arme der Kinder nach oben. Sie haben viele Fragen. Und sie wollen erzählen, was sie alles über Tiere und Pflanzen wissen.

Der Mann in der grünen Jacke heißt Albrecht Trenz und ist so etwas wie ein Umweltbotschafter. Gestern Morgen machte er mit seinem Umweltmobil Station an der Mellinschule. Organisiert hatte das Ganze der Förderverein der Schule. "Wir wollten uns mit dieser Aktion mal wieder bei den Eltern in Erinnerung bringen", sagte die 1. Vorsitzende Andrea Sieman. Für die Kinder der ersten und zweiten Klassen gab es Naturkundeunterricht im Schnelldurchgang. So erfuhren die Kinder, wer das stärkste Tier in unseren Wäldern ist, wie der Vater des Reh-Kitz heißt (Reh-Bock), wie die Spuren von Dachs, Fuchs oder Wildschwein aussehen und wie schön unsere Singvögel Lieder schmettern.

Während Albrecht Trenz erzählte, dass der Nashornkäfer 1000 Mal sein eigenes Gewicht hochheben kann, und dass die Ameisen in ihrem großen Haufen eine Klimaanlage haben, schaute sich die kleine Josy im grünen Umweltmobil um. Dort fand sie unter anderem Zähne vom Wildschwein und Teile eines Geweihs. "Ist das alles echt?", wollte sie wissen.

Kurz vor Ende der Unterrichtsstunde kam dann der große Auftritt des zweiten Umweltbotschafters. Der heißt Ben und ist ein Uhu. Ben ist ein richtiger Fernsehstar, hatte schon zahlreiche Auftritte im Kinderkanal. Der Uhu sei die größte Eulenart der Welt, erklärte Trenz.

Ben hat eine Spannweite von über 1,50 Meter. Das demonstrierte Trenz den Kindern. Er ließ Ben mal kurz mit den Flügeln schlagen. Und schließlich durften die Kinder dem zahmen Vogel noch kurz über das weiche Federkleid streicheln. Die Kleinen waren fasziniert. "Och, ist das so zart", meinte David. Trenz sagte: "Macht das bitte ganz kurz. Ein Uhu kann mit dem Streicheln nichts anfangen. Der empfindet das anders, als beispielsweise ein Hund. Für den Vierbeiner ist das ein Lob." Und der Mann in der grünen Jacke warnte die Kleinen: "Ihr dürft die Vögel in der freien Natur nicht anfassen, die könnten krank sein." Generell sollte man die Tiere draußen in Ruhe zu lassen.

Dann war die Unterrichtsstunde auch schon zu Ende. Es war Pause und die anderen Kinder stürmten auf den Schulhof. Das war dann doch eine zu große Unruhe für den zahmen Ben. Albrecht Trenz brachte seinen Umweltbotschafter-Kollegen kurzerhand in einen sicheren Unterschlupf.

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