"Und alle sehen auch besonders gut aus"

"Und alle sehen auch besonders gut aus"

Heusweiler. Der Erfolg des Bürgerbüros im Heusweiler Rathaus ist für die Verantwortlichen leicht zu messen: "Es gibt schlichtweg keine Klagen", versichert Amtsleiter Werner Scheidhauer

Heusweiler. Der Erfolg des Bürgerbüros im Heusweiler Rathaus ist für die Verantwortlichen leicht zu messen: "Es gibt schlichtweg keine Klagen", versichert Amtsleiter Werner Scheidhauer. 2004 unter dem damaligen Bürgermeister Rainer Ziebold eingerichtet, fasst das Bürgerbüro vier Sachgebiete mit besonders viel Publikumsverkehr zusammen, unter anderem Meldeamt, Führerscheinwesen und Passwesen.Die "Fallzahlen", also die Anliegen der Leute, werden durch solch eine zentrale Anlauf- und Auskunftsstelle nicht weniger. Die Erleichterung besteht darin, dass die Bürger alles im Erdgeschoss bekommen und nicht durch das ganze Haus müssen. Das Bürgerbüro von Heusweiler ist in Relation zur Größe der Verwaltung und des Gebäudes üppig geraten.

Es ist vom Haupteingang und vom hinteren Parkplatz gleichermaßen gut und barrierefrei erreichbar und durch seine Verglasung auch einladend gestaltet. Wer ins Haus geht, muss quasi an diesem "Präsentierteller" vorbei und darf darauf setzen, dass bereits ein Blick ins Innere mit einem freundlichen Augenaufschlag beantwortet wird.

Die Mitarbeiter im Heusweiler Bürgerbüro seien allesamt "Leute, die gern mit Leuten kommunizieren" und kein Einzelzimmer bevorzugten, sagt Christiane Blum. Wer hier arbeitet, der muss nicht nur ein offener, kundenorientierter Typ sein, sondern auch in allen Sachverhalten des "Sortimentes" kundig.

Das benötige eine Einarbeitungszeit von einem halben Jahr, erklärt Martin Feld, der Leiter des Bürgerbüros, und berichtet von großer Arbeitszufriedenheit seiner Mitstreiter. Diese sind übrigens an 41 Öffnungsstunden in der Woche anzutreffen, und zwar täglich von 7 bis 15.30 Uhr, dienstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12.30 Uhr. Das schönste Kompliment kommt aber von Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU): "In unserem Bürgerbüro sehen alle auch besonders gut aus und lachen gern, Miesepeter sind keine drunter."

Wie der Verwaltungschef berichtet, ist übrigens auch an eine Samstagöffnung einmal im Monat gedacht. Es mutet schon erstaunlich an, dass die insgesamt 19 640 Bewohner von Heusweiler im vergangenen Jahr sage und schreibe 2240 Personalausweise und 624 Reisepässe sowie 760 Führerscheine beantragten. Sie benötigten 614 Führungszeugnisse und ebenso viele Meldebescheinigungen, außerdem 148 Fischereischeine. Die Mitarbeiter im Heusweiler Bürgerbüro geben die gelben Säcke für Wertstoffe an die Haushalte ab und verkaufen auch Karten für Kulturveranstaltungen der Gemeinde. Nicht abschätzbar ist auch nach sieben Jahren Erfahrung mit dem Büro die tägliche Kundenhäufigkeit.

An manch einem Morgen kommen nur drei Leute, am nächsten Tag sind es 20 in der ersten Stunde. In Heusweiler werden sie alle mit derselben Zuvorkommenheit empfangen: "Wir können es nicht immer jedem recht machen, aber wir geben unser Möglichstes", bringt es Karin Kreutzberger auf den Punkt. wp

Mehr von Saarbrücker Zeitung