1. Saarland

Unbeständiges Köllertal

Unbeständiges Köllertal

Nach dem Ende der kontinental geprägten, hochwinterlichen Witterungsperiode der ersten Januarhälfte mit einem Kälte-Überschuss von beachtlichen 4,6 Grad spielt seit einer Woche das Geschehen auf und um den Atlantik die erste Geige im Köllertaler Wetterablauf: Atlantische Tiefausläufer haben den Taktstock übernommen, und so schnell werden wir diese Westströmung auch nicht mehr los

Nach dem Ende der kontinental geprägten, hochwinterlichen Witterungsperiode der ersten Januarhälfte mit einem Kälte-Überschuss von beachtlichen 4,6 Grad spielt seit einer Woche das Geschehen auf und um den Atlantik die erste Geige im Köllertaler Wetterablauf: Atlantische Tiefausläufer haben den Taktstock übernommen, und so schnell werden wir diese Westströmung auch nicht mehr los. Uns stehen sehr wechselhafte, niederschlagsreiche, windige und teilweise stürmische Tage bis zum Monatsende ins Haus. Auch bei den Temperaturen erleben wir ein ständiges Auf und Ab, weil teils mildere, teils kältere Luftmassen im Schlepptau der Tiefausläufer einströmen. Dabei können sich auch mal einige Schneeflocken bis ins Flachland trauen. Nach kurzer Wetterberuhigung zur Wochenmitte nahm bereits gestern die atlantische Westströmung wieder Kurs auf Mitteleuropa. So entwickelt sich das vom Ärmelkanal zur Nordsee wandernde Randtief Jorgis zu einem kräftigen Sturmwirbel, der uns heute länger anhaltenden und ergiebigen Regen bringt. Die Temperaturen steigen dabei auf fünf bis sieben Grad, und der Südwestwind frischt stürmisch auf mit der Gefahr einzelner Sturmböen. Das Wochenende gestaltet sich wechselhaft, denn nach Durchgang der Kaltfront strömt etwas kühlere Luft ein. Bei wechselnder Bewölkung gibt es zunächst noch schauerartigen Regen, der mit Graupel und nassen Schneeflocken vermischt sein kann, später stellen sich trockene Abschnitte ein. Der Sonntag startet erst mit kurzer Wetterberuhigung in Form von Aufhellungen, ehe im Tagesverlauf mit Annäherung eines neuen Randtiefs wieder Regen einsetzen wird. Die Höchstwerte liegen am Samstag und Sonntag um drei Grad. Der Wochenbeginn beschert uns wolkenreiches und nass-kaltes Wetter mit Regen und Schneeregen bei Temperaturen von ein bis vier Grad. Zur Wochenmitte wird es wieder etwas milder, bleibt aber unbeständig und nass. Antriebsmotor für die Niederschlagsgebiete der kommenden Tage ist ein umfangreiches und stabiles Tiefdrucksystem über dem Nordatlantik, das sich immer wieder regeneriert. Da dieses so genannte Island-Tief derzeit stärker ist als das Hoch über Russland, ist ein neuerlicher Wintereinbruch zumindest bis zum Monatsende so gut wie ausgeschlossen. Aber in den Nächten kann das Thermometer in den Aufklarungsphasen unter den Gefrierpunkt fallen, und vorsorglich sollten wir morgens mit Glätte rechnen.