1. Saarland

Umzug in knapp drei Wochen

Umzug in knapp drei Wochen

Die Kosten werden laut Aussage von Träger und Architektin im Rahmen bleiben: Der Neubau der Kindertagesstätte in Frankenholz ist auf die Zielgerade eingebogen. 95 Kinder werden dort in fünf Gruppen betreut.

 Leiterin Anja Krämer (links), Architektin Julia Sauer und Awo-Direktor Peter Barrois erläuterten vor Ort den Kita-Neubau.
Leiterin Anja Krämer (links), Architektin Julia Sauer und Awo-Direktor Peter Barrois erläuterten vor Ort den Kita-Neubau.

Stressig bis zum geht nicht mehr werden die kommenden Wochen für Anja Krämer und ihr Team: "Da werden Nachtschichten dabei sein", sagt die Leiterin der alten und neuen Kindertagesstätte in Frankenholz. Man spürt die Vorfreude dabei: Nach jahrelangem Provisorium ist der Umzug in die neue Frankenholzer Kindertagesstätte in Sichtweite. In knapp drei Wochen wird umgezogen, die offizielle Eröffnung ist für den 21. Juni vorgesehen. Dann soll bis auf die Spielgeräte, bei deren Auswahl sich die Kinder beteiligen durften, alles fertig sein.

Bis dahin bleibt noch einiges zu tun für die mit dem Bau beschäftigten Firmen: "Innen sind wir soweit fertig, Zuwegung und Außenanlagen kommen noch", erläuterte Julia Sauer vom Saarbrücker Architekturbüro Krauser. Sie ist zufrieden mit dem Bauverlauf, mal abgesehen davon, dass das Wetter halt für zeitliche Verzögerung gesorgt hat. "Probleme hatten wir nur am Anfang mit dem Fundament. Sonst ist alles nach Plan gelaufen", so die Architektin.

Eine Meinung, die auch der Träger Arbeiterwohlfahrt (Awo) vertritt: "Der Bau ist gut voran gekommen, wir werden den Kostenrahmen weitestgehend einhalten können", erläuterte Awo-Direktor Peter Barrois vor Ort im Gespräch mit der SZ. Und schmunzelte: "Das einzige, das nicht geklappt hat, war das Wetter." Man habe deshalb, ergänzte Sauer, von November bis Mai so gut wie nichts machen können.

Zu den Kosten der Einrichtung, in der künftig ein Team von 16 Mitarbeitern sich um 95 Kinder in fünf Gruppen kümmern wird: Rund zwei Millionen Euro hat die Planung vorgesehen. "Es sind noch viele Gewerke nicht schlussgerechnet, es kann sein, dass wir in minimalem Rahmen drüber liegen", so Architektin Sauer. "Wir haben unvorhersehbare Mehrkosten beim Fundament in Höhe von etwa 80 000 Euro. Ich gehe davon aus, dass der Kostenrahmen eingehalten wird. Gigantische Mehrkosten wird es nicht geben", stellte Barrois klar. Beide betonten das gute Einvernehmen und die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde und der Bexbacher Stadtverwaltung: "Jeder ist von Anfang an bemüht, dass hier eine schöne Kita entsteht."

Die künftigen Hauptpersonen, erzählt Leiterin Anja Krämer, können den Umzug kaum erwarten: "Die Kinder sind von Anfang an mit dabei, haben das Baugeschehen begleitet. Wir waren wöchentlich mit ihnen vor Ort und sie haben die neue Kindertagesstätte mit Lego mitgebaut." Ganz wichtig war für Barrois auch, dass das Mitarbeiter-Team bei der Gestaltung der Einrichtung mit im Boot war. Außerdem habe das Team ein pädagogisches Konzept für die Einrichtung entwickelt und den Architekten vorgegeben. Plätze gibt es übrigens keine mehr: "Wir sind voll besetzt", betonte die Leiterin.