Überroth-Niederhofen hat Zukunft

Überroth-Niederhofen hat Zukunft

Überroth-Niederhofen. "Ich bin überwältigt." Andreas Groß (CDU), Ortsvorsteher von Überroth-Niederhofen blieb gestern, wie er gestand, fast die Sprache weg, als er gegen 15 Uhr erfuhr: Sein Ort ist mit der Note "Hervorragend" Sieger des Kreiswettbewerbs 2011 "Unser Dorf hat Zukunft" geworden

Überroth-Niederhofen. "Ich bin überwältigt." Andreas Groß (CDU), Ortsvorsteher von Überroth-Niederhofen blieb gestern, wie er gestand, fast die Sprache weg, als er gegen 15 Uhr erfuhr: Sein Ort ist mit der Note "Hervorragend" Sieger des Kreiswettbewerbs 2011 "Unser Dorf hat Zukunft" geworden. Spontan lud er am Spätnachmittag die Bevölkerung zu einer Feier in das Dorfgemeinschaftshaus ein. "Viele Hände haben mitgeholfen, den Ort lebens- und liebenswert zu machen", lobte Groß. "Wir haben noch einige Projekte vor und werden tüchtig weiterrudern, um voranzukommen."Auch der Tholeyer Rathauschef Hermann Josef Schmidt (CDU) blieb sein Lob nicht schuldig: "Der Kreissieg ist die Anerkennung einer großen Leistung, die in den zurückliegenden Jahren erbracht worden ist." Kreisbeigeordneter Werner Wilhelm (CDU) übermittelte die Glückwünsche der Kreisverwaltung und sprach von beeindruckend hohen Qualitäten aller elf Dörfer, die die Jury bewertet hatte. Auch Scheuern und Hoof hätten die Note "Hervorragend" erhalten. Überroth-Niederhofen aber sei von den drei Dörfern eindeutig das beste gewesen. "Ihr dürft nächstes Jahr am Landeswettbewerb teilnehmen."

Thomas Gebel, der Leiter der Stabsstelle Entwicklung Ländlicher Raum beim Landratsamt St. Wendel, legte in fünf Punkten dar, was die Kommission überzeugt hat, Überroth-Niederhofen zum Sieger zu erklären. Das Dorfgemeinschaftshaus habe sich mit viel bürgerschaftlichem Engagement zu einem Vorzeigeprojekt entwickelt, in der die Dorfgemeinschaft wirklich zu spüren sei. Für seine Größe habe der Ort mit zwei Lebensmittelgeschäften und elf Handwerksbetrieben eine hervorragende Infrastruktur. Die funktionierende Dorfgemeinschaft zeige sich auch, so Thomas Gebel, in einer regen Vereinstätigkeit. Federführend sei die Vereinsgemeinschaft "Nussknacker", die Veranstaltungen organisiere, die über die Ortsgrenzen hinaus bekannt geworden seien. "Obwohl das Dorf wenig ortsbildprägende Bausubstanz vorzuweisen hat, überzeugt es durch eine geschlossene Baustruktur", führte Gebel weiter aus. "Sämtliche Gebäude sind sehr gepflegt und passen sich dem dörflichen Charakter an." Schließlich habe die Grüngestaltung die Jury angenehm überrascht. Sowohl die Haus- als auch die Nutzgärten seien beeindruckend gewesen. Nicht zuletzt sei die Parkanlage "Im Betzem" ein innerörtliches Schmuckstück.

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