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Überroth-Niederhofen feierte sich selbst

Überroth-Niederhofen feierte sich selbst

Überroth-Niederhofen. Lautstark wurde das 21. Dorffest eröffnet. Die lokalen Großkaliberschützen bezogen Position, luden durch und schon schallten ohrenbetäubende Böllerschüsse von der Weiheranlage aus durch das Bohnental

Überroth-Niederhofen. Lautstark wurde das 21. Dorffest eröffnet. Die lokalen Großkaliberschützen bezogen Position, luden durch und schon schallten ohrenbetäubende Böllerschüsse von der Weiheranlage aus durch das Bohnental.Unterstützt vom ehemaligen Überrother Fußballtorwart Daniel Krämer, der mit seinem Freundeskreis seinen Abschied vom Junggesellendasein feierte, ließ Bundestagsabgeordnete Nadine Schön (CDU) beim Fassanstich ihre Muskeln spielen. Mit zwei gezielten Hammerschlägen brachte die frühere aktive Judoka das Bier zum Laufen.

Zehn Vereine der Vereinsgemeinschaft Nussknacker organisierten in diesem Jahr das Dorffest. Im Vorfeld wurden 60 Tonnen Schotter rund um die Grünanlage verteilt und fünf Kilometer an Kabel mussten verlegt werden. Neu ist die zentralere Positionierung der Bühne. "Dadurch können wir das Gelände optimal beschallen", erklärte Christian Klesen, der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft. Schon am frühen Samstagabend drängten sich die Besucher an den den Ständen.

Auf der Bühne legte die Band The Pool sofort mit Live-Musik los. Punkt 23 Uhr knallte es ein zweites Mal: Vom Sportplatz aus wurde ein achtminütiges Feuerwerk anlässlich der 775-Jahr-Feier von Überroth-Niederhofen abgeschossen. Klesen schätzte, dass rund 2000 Menschen das Spektakel verfolgten. Improvisieren, auf Grund vorhergesagter Regenschauer, war für die Nussknacker am Sonntagmorgen angesagt. "Vorsichtshalber haben wir den Gottesdienst von der Weiheranlage in die Pfarrkirche nach Scheuern verlegt", berichtete Klesen. Die Heilige Messe war die zweite ins Dorffest integrierte Feierlichkeit zum Jubiläum des Dorfes. Zur Tischzeit spielte der ehemalige Spielmanns- und Fanfarenzug aus Steinbach auf. "Trotz des wechselhaften Wetters kamen über den Tag verteilt viele Besucher. Bei den Kinderaktionen waren noch nie so viele Leute wie in diesem Jahr da", freute sich Klesen. Mit geschminkten Gesichtern tobten sich die Kinder auf der Hüpfburg aus.

In den Abendstunden stand die Band Penny Boys auf der Musikbühne, der Männergesangverein pendelte zwischen Auftritt und Standdienst. "Unser Dorffest zeichnet sich durch das Zusammenspiel der Vereine und der Generationen aus", lobte Klesen. Jeder leiste seinen Beitrag zum Gelingen des Festes. Klar müssten hier und da auch einmal ein paar Unstimmigkeiten untereinander geklärt werden. "Deshalb heißen wir ja Nussknacker - um die Nüsse im Dorf zu knacken. Unser Dorffest ist in der ganzen Region bekannt und beliebt, obwohl wir kein einziges Plakat aufhängen."