Üben für einen schwierigen Einsatz

Dillingen. Schwankend fährt die lange Leiter aus zum dritten Stock des Alten- und Pflegeheims St. Franziskus in Dillingen. Künstlicher Rauch dringt aus den Zimmern und Fluren, von der gegenüberliegenden Straßenseite blicken Schaulustige nach oben. Der simulierte Brand gehörte am Samstag zur Jahreshauptübung der Dillinger Feuerwehr

Dillingen. Schwankend fährt die lange Leiter aus zum dritten Stock des Alten- und Pflegeheims St. Franziskus in Dillingen. Künstlicher Rauch dringt aus den Zimmern und Fluren, von der gegenüberliegenden Straßenseite blicken Schaulustige nach oben. Der simulierte Brand gehörte am Samstag zur Jahreshauptübung der Dillinger Feuerwehr. "Alten- und Pflegeheime sind mit die schwierigsten Einsätze", sagte Reiner Quirin, als Stellvertreter des Kreisbrandinspekteurs. Denn viele der dort lebenden Menschen seien nicht mehr mobil genug, um sich selbst in Sicherheit zu bringen.Neongelbe Schläuche hängen vom dritten Stock herab im Treppenhaus. Unter einer Tür steckt eine Feuerwehraxt als Keil, mit Pressluft und schwerer Schutzausrüstung hasten Feuerwehrleute durch die Korridore. Immer wieder beginnt ein durchdringendes Piepsen, das lauter wird, und dann abbricht. "Das ist ein Melder", erklärt eine Feuerwehrfrau hinter ihrer Schutzmaske. Sie steht eine Armlänge vom Balkon entfernt auf einer schwankenden Arbeitsplattform, die sich am Ende der Drehleiter befindet. Der Melder ist ein kleiner gelber Kasten an ihrer Seite. "Falls mal was passiert", sagt ihr Kollege, damit man uns besser findet." Dann piepst sein Melder los, bis er mit dem Arm dagegen schlägt. Etwa 130 Bewohner leben in St. Franziskus, sagte Heimleiter Michael Groß. "Für die ist das heute eine Abwechslung. Für uns zeigt sich, ob unser Brandschutzkonzept stimmt." In etwa vier Wochen gebe es daher eine Nachbesprechung mit der Feuerwehr. az

Auf einen Blick

Im Anschluss an die Jahreshauptübung der Dillinger Feuerwehr fanden Ehrungen und Beförderungen in der geräumigen Feuerwache in der Merziger Straße statt. Aus gesundheitlichen Gründen wurde der langjährige Dillinger Löschbezirksführer Reiner Dietrich in die Altersabteilung übernommen. Dietrich ist seit 40 Jahren dabei. 25 Jahre weist Frank Kerwer vor, 35 Jahre Detlef Baqué, Udo Nagel und Hans-Georg Schwarz. Mit 70 Jahren Zugehörigkeit zur Feuerwehr kann Ernst Meiser aufwarten.

Befördert wurden zum Feuerwehrmann, David Bies, Philipp Meiers, Jonas Hector und Jan Schmitz. Zu Oberfeuerwehrfrau oder -mann ernannt wurden Manuela Alessi und Desirée Ferlisi sowie Bernd Hoppe, Sebastian Müller, Sebastian Ehrhardt und Christian Lamberti. Löschmeister sind nun Martin Lallemand und Holger Spingler, Oberlöschmeister Torsten Hoffmann, Brandmeister Udo Nagel und Stefan Kreis. az

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