Türkinnen informierten sich übers Hospiz

Saarbrücken. In Saarbrücken leben mittlerweile Menschen aus rund 160 Nationen mit vielen verschiedenen Religionen. Das Thema Migration ist in aller Munde, auch im Saarland. Das Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken", das in Saarbrücken bis 2013 umgesetzt wird, soll mit verschiedenen Veranstaltungen den interkulturellen Austausch fördern

Saarbrücken. In Saarbrücken leben mittlerweile Menschen aus rund 160 Nationen mit vielen verschiedenen Religionen. Das Thema Migration ist in aller Munde, auch im Saarland. Das Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken", das in Saarbrücken bis 2013 umgesetzt wird, soll mit verschiedenen Veranstaltungen den interkulturellen Austausch fördern. Ein wichtiges Thema ist hierbei auch der Umgang mit Tod und Sterben, der sehr stark von religiösen und kulturellen Prägungen beeinflusst wird.Im Rahmen des Projektes "Umgang mit dem Tod in verschiedenen Kulturen und Religionen" hat das Paul Marien Hospiz in Zusammenarbeit mit dem Zuwanderungs- und Integrationsbüro Saarbrücken schon im letzten Halbjahr eine Vortragsreihe in den Räumen des Hospizes organisiert.

Im Verlauf des zweiten Halbjahres werden nun verschiedene kulturelle und religiöse Gruppen vor Ort in ihren Gemeindezentren über die Hospizarbeit informiert. Deshalb besuchte Hospizleiterin Ute Seibert in Begleitung einiger ehrenamtlicher Mitarbeiter am Montag um 15 Uhr eine Gruppe größtenteils türkischstämmiger Frauen im "BürgerInnenZentrum Brebach".

"Ich weiß, dass gerade in ihrer Kultur Begleitung und Pflege der Kranken durch die Angehörigen sehr wichtig ist", wendet Ute Seibert sich an die Frauen, "deshalb sollen die Menschen, so gepflegt werden, wie auch Angehörige das tun würden."

Gleichzeitig können Angehörige die Sterbenden begleiten. Sie werden unentgeltlich im Hospiz aufgenommen, können ihren Anteil an der Pflege leisten, zum Beispiel auch türkische Speisen zubereiten. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen türkischsprachigen Arzt oder Apotheker zu konsultieren. Der Vortrag wurde ins Türkische übersetzt, so entstand in familiärer Atmosphäre ein lebhafter Austausch, bei dem es Ute Seibert und ihrem Team gelungen ist, den Anwesenden die Hospizarbeit näher zu bringen.

Am Sonntag, 18. November, geht's weiter: Ute Seibert und ihr Team besuchen dann um 18 Uhr die "Italienische Katholische Mission" in der Rheinstraße 30 auf dem Rastpfuhl, um dort ebenfalls die Arbeit des Hospizes darzustellen.