Trier rechnet mit halber Million Pilger bei Heilig-Rock-Wallfahrt

Trier. Wenige Tage vor Beginn der Heilig-Rock-Wallfahrt am Freitagnachmittag wird im Dom und rund um die Bistumskirche noch an allen Ecken und Enden gearbeitet. Die Reliquie selbst kommt erst am Abend vor der Wallfahrtseröffnung in den Schrein

Trier. Wenige Tage vor Beginn der Heilig-Rock-Wallfahrt am Freitagnachmittag wird im Dom und rund um die Bistumskirche noch an allen Ecken und Enden gearbeitet. Die Reliquie selbst kommt erst am Abend vor der Wallfahrtseröffnung in den Schrein. Zu dem von einem Sondergesandten des Papstes geleiteten Gottesdienst wird reichlich kirchliche und politische Prominenz erwartet, darunter die beiden Ministerpräsidenten Kurt Beck und Annegret Kramp-Karrenbauer sowie der ehemalige Trierer Bischof Reinhard Marx. Die Jubiläumswallfahrt stößt auf großes Interesse. Laut Wallfahrtsleiter Georg Bätzing haben sich bereits knapp 120 000 Pilger angemeldet. 65 der bislang angemeldeten 960 Pilgergruppen kommen aus dem Ausland, darunter Bolivien, Brasilien und den Philippinen. 270 Gruppen pilgern zu Fuß nach Trier, 120 Gruppen mit dem Rad. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass bis Mitte Mai mehr als eine halbe Million Gläubige das angebliche Untergewand Christi sehen wollen. Bei der Wallfahrt vor 16 Jahren waren es 700 000.Mit Blick auf die jüngste Kritik am Einsatz von pädophilen Priestern im Bistum Trier räumte Triers Bischof Stephan Ackermann ein: "Ich hätte mir das Zugehen auf die Wallfahrt etwas entspannter vorgestellt, aber es ist ja nun mal anders gekommen." Das Thema Missbrauch werde auch bei der Heilig-Rock-Wallfahrt nicht verschwiegen, so der katholische Missbrauchsbeauftragte: "Ich hoffe aber, dass das Thema die Wallfahrt nicht überschatten wird." sey

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