Trickreiche Tage für jungen Magier

Zum Foto: v.l.n.r.: Jakob Mathias, Luci Kuhn, Laura Sauerwwald, Sören Lischke

St. Wendel. Am Ende hat es nicht ganz für den Weltmeisterschaftstitel gereicht. Dennoch ist Jakob Mathias mit seinem Auftritt bei der Zauberer-WM im englischen Blackpool zufrieden - trotz einiger Fehler. "Publikum und viele Zaubererkollegen waren nach der Show begeistert", erinnert sich der 17-Jährige.Vor zwei Wochen ist Jakob mit seinem Team im vollgepackten Bus Richtung Insel aufgebrochen. Nach zwölf Stunden kam die magische Reisegruppe in der englischen Küstenstadt an. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung die erste Ernüchterung. "Eigentlich dachte ich, dass die Zauberer das Stadtbild beherrschen würden. Jedoch wusste ich nicht, dass Blackpool beliebtes Ziel für Junggesellenabschiede ist. Das waren die gruseligen Gestalten, nicht wir Magier", witzelt der St. Wendeler.

Doch viel Zeit blieb nicht, sich mit dem Lokalkolorit vertraut zu machen, denn der Veranstaltungsplan war prall gefüllt: Seminare, Fachmessen, und natürlich der Wettbewerb füllten die Tage unter englischem Himmel aus. Jakob: "Ich habe soviel gelernt, so viele neue Ideen aufgeschnappt. Doch irgendwann war ein Informationsüberschuss erreicht."

Und natürlich musste sich der junge Zauberer auf seinen großen Auftritt vorbereiten. Dieser ging am Dienstag über die Bühne. Morgens durfte er schnell proben. Dabei hatte jeder Teilnehmer nur zehn Minuten zur Verfügung. "Das war für jeden ein Problem, die Bühne war ja unbekannt und man musste dies oder jenes anpassen - jedoch hatte man nur die zehn Minuten, da gab es keine Gnade", kommentiert Jakob.

Nach der Probe entspannte er sich, ging in die Halle, um sich das Programm anzuschauen. Gerade zauberte ein Japaner. Jakob wurde stutzig, denn eigentlich wäre er nach einem Japaner - dem einzigen in seiner Sparte General Magic (allgemeine Magie) - an der Reihe. Nach kurzer Rücksprache stand fest: Es war in der Tat gerade der Asiate dran, nach dem Jakob ran musste. Denn zwei Teilnehmer hatten abgesagt. Zum Nervöswerden blieb keine Zeit, eilig wurde das Programm vorbereitet. Und dann, um 17 Uhr, ging es los. "Der erste Teil war sehr gut, doch im zweiten lief einiges schief", erzählt Jakob. Der Seiltrick ging daneben, das Seilspringen auch. Und das mit der Taucherbrille, die er sich auf den Kopf zaubern wollte, klappte ebenso nicht. Zuguterletzt verhedderte sich seine Assistentin im Duschvorhang, der für eine Nummer auf die Bühne gebracht wurde. "Im dritten Teil konnten wir jedoch wieder alles rausreißen, denn da klappte alles", resümiert Jakob. Ein respektabler 13. Platz sprang dafür raus. Bei einer sehr starken Konkurrenz, wie Jakob betont.

Zurück im Saarland blickt der junge Zauberer glücklich auf die ereignisreiche Woche in England zurück. Nicht nur das Lob seiner Mitzauberer freute ihn, sondern auch, dass durch seine Show Anfragen für Auftritte im Ausland reinkamen. Auch in Deutschland sind Gastspiele geplant. Und vielleicht ein weiterer Anlauf für die nächste WM 2015 im italienischen Rimini.

"Ich habe soviel gelernt, so viele neue Ideen auf-

geschnappt. Doch irgendwann war ein Überschuss erreicht."

Jakob Mathias,

Zauberer

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