1. Saarland

Traum wurde zum Glücksgriff

Traum wurde zum Glücksgriff

Göttelborn. Wer in diesen närrischen Tagen bei Maria und Ralf Kipper in Göttelborn anruft, der staunt nicht schlecht. Denn er bekommt zu hören, dass er hier mit einer Prinzessin, beziehungsweise einem Prinzen sprechen will. Bis Aschermittwoch sind die beiden Kippers von der Höh zumindest teilweise ihrem bürgerlichen Leben entflohen

Göttelborn. Wer in diesen närrischen Tagen bei Maria und Ralf Kipper in Göttelborn anruft, der staunt nicht schlecht. Denn er bekommt zu hören, dass er hier mit einer Prinzessin, beziehungsweise einem Prinzen sprechen will. Bis Aschermittwoch sind die beiden Kippers von der Höh zumindest teilweise ihrem bürgerlichen Leben entflohen. Als ihre Lieblichkeit Maria II und seine Tollität Ralf I sind sie das Prinzenpaar des Karnevalvereins Von der Höh Göttelborn (KVG).Bei der zweiten Gala-Kappensitzung der Göttelborner Narren an diesem Samstag in der Mehrzweckhalle haben sie auch ihren zweiten Auftritt. Den ersten, so sagt nicht nur Vereinschefin Monika Arendt, hätten sie mit Bravour absolviert. Keine Frage: Auf den Mund gefallen ist das "blaublütige Paar" nicht. "Wir sind zu diesem Job wie die Jungfrau zum Kinde gekommen", erzählt Maria. Am 11. Januar habe man angerufen und gefragt, ob wir nicht das Prinzenpaar sein wollten. Nach Rücksprache mit ihrem Mann und einem Tag Bedenkzeit, hätten sie dann zugesagt. Auch wenn beide nicht Mitglieder beim KVG sind, in der Göttelborner Faasenacht sind die Kippers keine Unbekannten. Viele Jahre gingen sie als Fußgruppe beim Umzug am Fastnachtssonntag mit. Jedes Jahr unter einem anderen Motto. Als dann das Aus für die Gruppe kam, halfen sie beim Verkauf der Bändchen für den Umzug am Fastnachtssonntag.

"Darin waren sie immer spitze", schwärmt Monika Arendt vom Verkaufstalent der Kippers. "Sie würden einem Eskimo einen Kühlschrank verkaufen", sagt sie lachend. Sie hat sich auch lange Zeit nicht getraut, die beiden anzusprechen, gesteht die KVG-Vorsitzende. "Ich wusste ja, dass sie keine Bändchen mehr verkaufen können, wenn sie unser Prinzenpaar sind." Sie habe sich aber sehr über die Zusage gefreut. "Sie sind ein tolles Prinzenpaar und haben dem Publikum und uns in der ersten Sitzung sehr viel Freude gemacht", so Monika Arendt.

"Eigentlich mussten wir nicht lange überlegen", erklärt Ralf Kipper. "Es war immer schon mein Traum, Karnevalsprinz zu sein." Allerdings habe er einige Termine bis Aschermittwoch umlegen müssen. "Es sind doch ein paar Termine mehr als zwei oder drei, die wir wahrnehmen müssen", erklärt er. Als Geschäftsführer eines Software-Unternehmens sei er doch viel unterwegs. Ralf Kipper feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Maria II will ihre Alter nicht verraten, gesteht aber: "Ich bin etwas älter als mein Mann." Aber egal, wie alt die beiden auch sind: "Mit ihrer Verpflichtung haben wir einen Glücksgriff gemacht", sagt Monika Arendt.