1. Saarland

Trauer um Heinrich Biewer

Trauer um Heinrich Biewer

Homburg. Die Homburger Öffentlichkeit trauert um Heinrich Biewer. Der bekannte Homburger Unternehmer, Künstler und erfolgreiche Fastnachter starb in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 90 Jahren.Es gibt wohl kaum einen Homburger, der Biewer nicht kannte

Homburg. Die Homburger Öffentlichkeit trauert um Heinrich Biewer. Der bekannte Homburger Unternehmer, Künstler und erfolgreiche Fastnachter starb in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 90 Jahren.Es gibt wohl kaum einen Homburger, der Biewer nicht kannte. Das Multitalent, 1920 in Völklingen-Wehrden geboren, war viele Jahrzehnte im öffentlichen Leben omnipräsent - nicht nur durch seine Arbeit bei der Narrenzunft, die er 33 Jahre lang als erster Zunftmeister leitete, sondern auch als erfolgreicher Malermeister und langjähriges Stadtratsmitglied. Und vor allem durch sein einnehmendes, freundliches Wesen, seine hilfsbereite Art. Viele Jahre war er auch als Nikolaus beim gleichnamigen Homburger Vorweihnachtsmarkt dabei und begrüßte die Kinder täglich vom Rathaus-Balkon. Auch als er nach etlichen Jahren dieses Amt an seinen Nachfolger Heinrich Klassen abgab, war er dem Nikolausmarkt weiterhin eng verbunden. Neben seinem Beruf, dem Maler-Handwerk, beschäftigte sich Biewer nebenbei auch mit der Restaurierung römischer Wandmalerei und war maßgeblich an den Ausgrabungen und beim Wiederaufbau des Römermuseums in Schwarzenacker beteiligt. Als Künstler war er zudem bekannt durch zahlreiche Ausstellungen. Heinrich Biewer war Träger des saarländischen Verdienstordens und der Bürgermedaille der Stadt Homburg. Er war seit 1948 mit Ehefrau Maria verheiratet, hat zwei Kinder und vier Enkel.

Biewers Nachfolger als Zunftmeister bei der Narrenzunft, Rüdiger Schneidewind: "Der Verlust tut sehr weh. Heinrich Biewer war nicht nur in Homburg, sondern im ganzen Saarland und bis in die Westpfalz hinein einer der ganz großen Fastnachter der vergangenen 50 Jahre. Er war aber nicht nur Fastnachter, er war erfolgreicher Unternehmer, er war im Stadtrat engagiert. Er hat oft vieles eher für das Allgemeinwohl, denn für sein eigenes getan. Das zeichnete ihn aus." Die HNZ werde jetzt natürlich überlegen, wie sie als Verein mit dem Tod ihres Ehrenzunftmeisters umgehe. "Das wird aber in seinem Gedenken und nach seinen Wünschen geschehen." Und das bedeutet: "Wir machen weiter Fastnacht. Andere würden vielleicht am 11. November die Sessionseröffnung ausfallen lassen. Aber genau das wäre nicht im Sinne von Heinrich Biewer. Wir werden gerade diesen Termin, der sich ja in der Nähe seines Geburtstag am 14. November bewegt, zum Anlass für ein Gedenken wählen. Und das so, wie er es sich gewünscht hätte, nämlich fastnachtlich." pn/thw

 Heinrich Biewer wurde mehrfach für sein soziales und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Foto: Bernhard Reichhart
Heinrich Biewer wurde mehrfach für sein soziales und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Foto: Bernhard Reichhart

Am Samstag, 24. September, um zehn Uhr findet in der katholischen Pfarrkirche St.-Michael in Homburg ein Abschiedsgottesdienst für Heinrich Biewer statt.