1. Saarland

Trappen träumt von der Torjäger-Kanone

Trappen träumt von der Torjäger-Kanone

Güdesweiler. Die verfrühte Winterpause in den saarländischen Fußball-Ligen wegen des Winterwetters passte Marco Trappen von den Sportfreunden (SF) Güdesweiler gar nicht in den Kram. "Ich hätte gerne gespielt" sagt der Stürmer über den abgesagten letzten Spieltag vor der Winterpause. Kein Wunder, denn schließlich hat der Offensiv-Akteur in dieser Saison einen Riesen-Lauf

Güdesweiler. Die verfrühte Winterpause in den saarländischen Fußball-Ligen wegen des Winterwetters passte Marco Trappen von den Sportfreunden (SF) Güdesweiler gar nicht in den Kram. "Ich hätte gerne gespielt" sagt der Stürmer über den abgesagten letzten Spieltag vor der Winterpause. Kein Wunder, denn schließlich hat der Offensiv-Akteur in dieser Saison einen Riesen-Lauf. Schon 28 Treffer erzielte Trappen für seine Mannschaft in der Bezirksliga St. Wendel - und das in gerade einmal 16 Begegnungen. Damit steht Trappen mit großem Vorsprung vor Daniel Bernard vom SV Hofeld (18 Tore) an der Spitze der Torjägerliste.

"Dort Erster zu werden, wäre eine tolle Sache. Bislang war ich ein paar Mal Zweiter in der Torjägerliste, aber für ganz nach vorne hat es noch nie gereicht", erklärt der 27-Jährige.

Bis vor seinem Wechsel nach Güdesweiler im Jahr 2011 spielte sich sein fußballerisches Leben dabei überwiegend im Umkreis von Saarbrücken ab. Trappen begann bei seinem Heimatverein Sportfreunde Saarbrücken mit dem Kicken. Dann wurde der große Nachbar der Sportfreunde, der 1. FC Saarbrücken, auf das Talent aufmerksam. Trappen wechselte zum Nachwuchs der Blau-Schwarzen. Dort allerdings musste er einen großen Rückschlag hinnehmen. "Als ich gerade 18 war, hatte ich einen Bandscheibenvorfall. Von dem habe ich mich eigentlich bis heute noch nicht richtig erholt. Er hat meine Beweglichkeit eingeschränkt", sagt Trappen.

Nach seiner Verletzung wechselte er zurück zu den Sportfreunden Saarbrücken. Weitere Stationen waren dann der VfB Hüttigweiler und der FC Rastpfuhl. Dann verschlug ihn ein neuer Arbeitsplatz ins nördliche Saarland - und dies sollte sich als Glücksfall für die SF Güdesweiler erweisen. Trappen erhielt eine Stelle als Zugbegleiter bei der Deutschen Bahn in Türkismühle und zog deshalb nach Güdesweiler. "Dann habe ich einen Verein hier in der Nähe gesucht - und so bin ich zu den Sportfreunden gekommen."

Dort lief es zunächst gar nicht mal so toll. "Unter unserem alten Trainer Roland Rohra habe ich nicht so oft im Sturm gespielt. Da musste ich im Mittelfeld oder sogar als Libero ran. Das hat mir nicht so gefallen", sagt Trappen.

Doch als im Sommer Christian Dorobek das Amt des Spielertrainers übernahm, durfte Trappen wieder auf seinen Lieblings-Platz in die Sturm-Spitze. "Ich bin eher der Typ Strafraum-Stürmer", findet Trappen. "In dieser Saison bekomme ich von unseren starken Offensivspielern viele gute Vorlagen. Da ist es eigentlich einfach, die Dinger zu machen", erzählt der 27-Jährige lachend.

Aufstieg ist wohl nicht mehr drin

Doch trotz geballter Offensivkraft glaubt Trappen nicht, dass seine Mannschaft, die aktuell Tabellen-Fünfter ist, noch einmal ins Aufstiegsrennen eingreifen kann. "Von der Qualität her sind wir stark genug, aber leider fehlt uns die Konstanz", sagt der Stürmer. Zur Winterpause haben die Sportfreunde neun Zähler Rückstand auf den SV Scheuern auf dem Relegationsplatz zwei. Tabellenführer SF Tholey ist 14 Punkte entfernt.