1. Saarland

Traktor-Korso nach dem Titelgewinn

Traktor-Korso nach dem Titelgewinn

Winterbach. Es waren quälende Minuten. "Bei uns hat die Halbzeitpause nicht so lange gedauert, und so waren wir schon um kurz nach halb fünf fertig. Dann saßen wir zehn Minuten da und haben auf das Ergebnis aus Sitzerath gewartet", erinnert sich Winterbachs Spielertrainer Michael Morsch. Das Warten auf den Titel

Winterbach. Es waren quälende Minuten. "Bei uns hat die Halbzeitpause nicht so lange gedauert, und so waren wir schon um kurz nach halb fünf fertig. Dann saßen wir zehn Minuten da und haben auf das Ergebnis aus Sitzerath gewartet", erinnert sich Winterbachs Spielertrainer Michael Morsch. Das Warten auf den Titel. Seine Elf hatte zuvor durch vier Treffer von Sascha Colic und ein Tor von Markus Hoffmann vor 400 Fans locker und leicht mit 5:0 gegen den STV Urweiler gewonnen. Damit war klar: Bei einem Punktverlust von Verfolger Sitzerath wäre Winterbach Meister. Morsch: "Wir hatten Marko Palubitzki als Spion in Sitzerath, der hielt durchgehend Kontakt nach Winterbach." Und plötzlich brandete Jubel auf! In Sitzerath war es beim 0:0 geblieben. Winterbach war Meister! Was folgte, war eine Riesenparty. "Wir haben auf dem Platz gefeiert, dann ging es mit einem Traktor- und Autokorso durch den Ort und danach waren wir noch bis in die Morgenstunden in einer Kneipe", sagt Morsch. Für den Spielertrainer ist es die dritte Saison in Winterbach. Nach Platz vier 2006 und der Vizemeisterschaft in der Vorsaison gelang ihm nun der Titelgewinn. "Es ging immer ein Stück weiter aufwärts. Es hat gedauert, bis die Mannschaft eingespielt war. In dieser Spielzeit haben wir aber sehr konstant gespielt und konnten auch Verletzungen gut kompensieren. Deshalb sind wir verdient Meister geworden." Überraschend war für den 40-Jährigen, dass ausgerechnet Sitzerath den Sportfreunden so lange auf den Fersen blieb. Morsch: "Damit hatte ich nicht gerechnet. Sie waren ja unser einziger echter Verfolger." Der Rest der Liga hatte mit dem Titelrennen nichts zu tun. Der Vorsprung des Meisters auf den drittplatzierten SV Baltersweiler beträgt bereits satte 20 Punkte. Beeindruckend war vor allem die Heimstärke der Sportfreunde: In 14 Heimspielen gab es bislang 13 Siege und nur eine Niederlage. Nun kehren die Sportfreunde also in die Bezirksliga Nord zurück. Letztmals kickten sie in der Spielzeit 1982/83 dort. Damals stieg man als Tabellenletzter ab. Damit dies nicht nochmal passiert, bleibt der Meister-Kader komplett zusammen. Hinzu kommen einige Talente aus der eigenen Jugend sowie Torhüter Sven Kunkel vom Noch-Ligakonkurrenten FC Niederlinxweiler. sem