1. Saarland

Träume von einer besseren Welt

Träume von einer besseren Welt

Lebach. "Bitte hör nicht auf zu träumen von einer besseren Welt, fangen wir an aufzuräumen, bau sie auf, wie sie dir gefällt", so lautete der Refrain des Liedes von Xavier Naidoo, das Riyad, Apel, Sofia, Sonja und alle anderen Kinder und Jugendlichen anstimmten. Der Text des Liedes passt genau zur Lage in der Landesaufnahmestelle in Lebach

Lebach. "Bitte hör nicht auf zu träumen von einer besseren Welt, fangen wir an aufzuräumen, bau sie auf, wie sie dir gefällt", so lautete der Refrain des Liedes von Xavier Naidoo, das Riyad, Apel, Sofia, Sonja und alle anderen Kinder und Jugendlichen anstimmten. Der Text des Liedes passt genau zur Lage in der Landesaufnahmestelle in Lebach. Das DRK Saarland hat am Oderring 25 neue Räume für Kinder- und Jugendgruppen eröffnet. Die vorherigen waren zu eng geworden und eine wirksame Gruppenarbeit sei nicht mehr möglich gewesen, sagte Wolf Bernhard Emminghaus, Teamleiter Migration und Integration des DRK.Regelmäßig werden bis zu 80 Kinder und Jugendliche aus fast einem Dutzend Nationen betreut. 2004 eröffnete das DRK in Lebach seine Räume in der Pommernstraße. "Jetzt haben wir richtig viel Platz, um Musik und Kunstprojekte zu realisieren", freuten sich Janine Schug und die Sozialpädagogin Sonia Kraft, die zurzeit mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Das DRK engagiert sich schon seit Jahrzehnten in der Flüchtlingsarbeit. Von Beginn an sei die Betreuung von Kindern und Jugendlichen, die besonders unter den beengten Wohnverhältnissen im Lebacher Lager litten, Schwerpunkt der Arbeit, sagte die Vizepräsidentin des DRK Saarland, Margarethe Schäfer-Wolf. Der psychologisch-psychotherapeutische Aspekt stehe dabei im Mittelpunkt. Ziel der DRK-Arbeit in Lebach sei es, das Schicksal der Betroffenen erträglicher zu machen. Oft seien die jungen Leute traumatisiert, freiwillig habe keiner seine Heimat verlassen. Unterstützt wurde der Umzug in die neuen Räume unter anderem auch von der Uno-Flüchtlingshilfe. eng