Toller Radsport bei tollem Wetter

Niederlinxweiler. Seit mehreren Jahren bereits veranstalten die Radsportfreunde Niederlinxweiler das Rennen am Spiemont, kurz RaS. Zum mittlerweile vierten Mal war die Cross-Country-Veranstaltung auch wieder Teilstation des MTB-Cups Saar-Pfalz. So gut wie am letzten Sonntag war das Wetter in der Vergangenheit nicht immer

Niederlinxweiler. Seit mehreren Jahren bereits veranstalten die Radsportfreunde Niederlinxweiler das Rennen am Spiemont, kurz RaS. Zum mittlerweile vierten Mal war die Cross-Country-Veranstaltung auch wieder Teilstation des MTB-Cups Saar-Pfalz. So gut wie am letzten Sonntag war das Wetter in der Vergangenheit nicht immer. Zugegeben, die Sonne bekommen die Mountainbiker während ihrer 3,3 Kilometer langen Fahrt durch das Baumlabyrinth nicht immer zu sehen, der Boden aber ist trocken: Beste Bedingungen also für die insgesamt 132 Teilnehmer. Genau wie die Fahrer frisst auch Uwe Haßdenteufel Kilometer. Ständig auf Achse und per Mikrofon mit den aufgestellten Lautsprechern verbunden, liefert der Vorsitzende der RSF Niederlinxweiler exklusive Impressionen von der Strecke: "Hier kommt mit der Startnummer neun Maximilian Kopplin. Er durchfährt gerade die Affenschaukel. Auf geht's Maximilian", feuert Haßdenteufel an. Ein Szenario, das sich mehrmals wiederholt. Kurz nach dem Hauptrennen findet der RSF-Vorsitzende dann aber doch noch eine ruhige Minute und verrät sichtlich erfreut: "Wir sind hochzufrieden. Nicht nur mit der hohen Starterzahl, auch das Wetter hat mitgespielt und die Organisation war insgesamt wieder sehr gut", so Haßdenteufel. Trotz optimaler, äußerer Bedingungen hatte es der Parcours des RaS dennoch in sich und verlangte den Teilnehmern sportliche Höchstleistungen ab. Davon wusste auch Thomas Linz zu berichten: "Die Strecke war sehr anspruchsvoll", gestand der Biker des Fevor Cycling Teams, der nach über einer Stunde und 17 Minuten Fahrzeit zwar Benjamin Martini (Bike Aid) den Vortritt ließ, die Männerhauptklasse (MHK) aber dennoch für sich entschied. Da kam natürlich Freude auf. "Es hat wirklich Spaß gemacht", fügte Linz hinzu. Einen Tick schneller absolvierte der in der Senioren-1-Klasse startende Martini die insgesamt sieben Runden (mit 120 Höhenmetern pro Durchlauf). "Die Strecke war genau mein Ding. Es ist wirklich sehr gut gelaufen", strahlte der Gewinner im Anschluss an die überstandenen Strapazen. Zusammen mit Linz hatte sich der bekennende Veganer Martini auf einem Flachstück abgesetzt, eine gute Minute betrug im Ziel der Vorsprung des Führungsduos auf den am Ende drittplatzierten Sascha Schwindling. Zeit genug, um sich vor dem finalen Einlauf noch kurz abzusprechen. "Ich habe Thomas Linz gefragt, ob er nicht vorbeifahren möchte. Er meinte dann: Nee, fahr du als erster", erläuterte Martini den Endspurt des Rennens, das er letztlich mit vier Sekunden Vorsprung gewann. Bei den Frauen wurde Lokalmatadorin Silke Schmidt (RSF) ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht. Für ihre fünf Runden benötigte sie etwas mehr als eine Stunde und konnte am Ende ein deutliches Polster von gut sieben Minuten zur Zweitplatzierten Sandra Bloomer vorweisen. Ruhige Momente hatte Uwe Haßdenteufel wie erwähnt kaum. Für ein abschließendes Dankeschön blieb aber noch Zeit: "Ein großes Lob geht an alle Helfer für ihre tolle Arbeit. Und natürlich gebührt auch all den Fahrern ein Dank für ihre Teilnahme", sagte er.

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