THW baut Behelfsbrücke

Merzig/Wadern. Hand aufs Herz: Glauben Sie an Heinzelmännchen? Nein? Und es gibt sie doch! Allerdings müssen sie nicht immer so aussehen, wie man sie aus dem Märchen kennt.In Merzig waren "fleißige" Heinzelmännchen am Freitagabend am Seffersbach zu Gange, um eine Brücke zwischen Kreuzbergstraße und dem Kindergarten St. Peter beziehungsweise der Anna-Straße aufzubauen

 Bei Flutlicht arbeitete das THW an der Behelfsbrücke. Foto: Rolf Ruppenthal

Bei Flutlicht arbeitete das THW an der Behelfsbrücke. Foto: Rolf Ruppenthal

Merzig/Wadern. Hand aufs Herz: Glauben Sie an Heinzelmännchen? Nein? Und es gibt sie doch! Allerdings müssen sie nicht immer so aussehen, wie man sie aus dem Märchen kennt.In Merzig waren "fleißige" Heinzelmännchen am Freitagabend am Seffersbach zu Gange, um eine Brücke zwischen Kreuzbergstraße und dem Kindergarten St. Peter beziehungsweise der Anna-Straße aufzubauen. Ein gutes Dutzender fleißiger Helfer "zauberte" im Dunkel aus Stangen-Elementen eine robuste Not-Brücke, die ab sofort den Fußgängern zur Verfügung steht (wir berichteten). Und diese Helfer trugen gelbe Helme, blaue "Mäntelchen" mit grellen Reflexionsflächen und den drei markanten Buchstaben THW.60 BauelementeDer technische Zug des THW-Ortsverbandes Wadern stellte sich nach einem Hilferuf aus Merzig in den Dienst der guten Sache. Zugführer Peter Rohles war mit rund zwölf Helfern und zwei Lkw mit rund 60 Bauelementen des so genannten Einsatz-Gerüst-Systems nach Merzig ausgerückt. Und als die Nacht über Merzig hereinbrach, machten die THW-Helfer aus Wadern im Lichte eines kräftigen Flutlichtstrahlers Ernst. In knapp einer Stunde waren die Elemente zusammengebaut, die Brücke über den Seffersbach geschoben. Zuvor waren dazu zwei Geländerelemente aus dem Geländer herausgeschnitten worden. Nach knapp zweieinhalb Stunden war der ganze Spuk dann auch schon vorüber: Nachdem die Konstruktion auf ihre Sicherheit überprüft war, alle Rest-Materialien und Werkzeuge wieder in den Laster verladen waren, konnten Peter Rohles und seine tüchtigen Helfer wieder in Richtung Wadern abrücken. Behelf für vier MonateDass sie nicht ganz mit "leeren Händen" die Rückreise in den Hochwald antreten mussten, dafür hatte Klaus Borger gesorgt. Der Grünen-Politiker war mit einem Kasten Bier zur Einsatzstelle gekommen, um den THW-Helfern aus Wadern für ihren nächtlichen Einsatz zu danken. Die Notbrücke soll übrigens rund vier Monate in Merzig stehen bleiben. Die als baufällig eingestufte Fußgängerbrücke bleibt bis zur endgültigen Sanierung weiter gesperrt.

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