Wenn Medikamente nicht helfen können Behandlungserfolg mit Thrombektomie: Wie Schlaganfall-Patienten am Winterberg versorgt werden

Saarbrücken · Bei Patienten mit schwerem Schlaganfall gewinnt die Thrombektomie an Bedeutung. Im Winterberg-Klinikum erfolgen pro Jahr bis zu 200 dieser Eingriffe. Die jüngste Patientin war erst zehn Jahre alt. Wann die Behandlung notwendig wird und wie sie abläuft.

Bei einem Schlaganfall verstopft in der Regel ein Blutgerinnsel eine Arterie im Gehirn. Große Gerinnsel werden mithilfe eines Katheters und eines Geflechts aus feinstem Draht herausgezogen. Auf dem Foto hält ein Neuroradiologe des Saarbrücker Winterberg-Klinikums den feinen Katheter, an dessen Spitze das Drahtgeflecht sitzt.

Bei einem Schlaganfall verstopft in der Regel ein Blutgerinnsel eine Arterie im Gehirn. Große Gerinnsel werden mithilfe eines Katheters und eines Geflechts aus feinstem Draht herausgezogen. Auf dem Foto hält ein Neuroradiologe des Saarbrücker Winterberg-Klinikums den feinen Katheter, an dessen Spitze das Drahtgeflecht sitzt.

Foto: Winterberg-Klinikum

Bei einem Schlaganfall verstopft in der Regel ein Blutgerinnsel, ein sogenannter Thrombus, ein arterielles Blutgefäß im Gehirn. Diese häufigste Form des Schlaganfalls wird ischämischer Hirninfarkt genannt. Die Bereiche, die nicht mehr durchblutet und somit nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden, sterben ab. Herzerkrankungen, vor allem Vorhofflimmern und bestimmte Herzklappenerkrankungen, zählen zu den häufigsten Ursachen für einen Schlaganfall. Durch die verlangsamte Fließgeschwindigkeit des Blutes im Herzen werden Blutgerinnung und somit Blutgerinnseln begünstigt. Wird ein Gerinnsel mit dem Blutstrom ins Gehirn transportiert, droht ein Schlaganfall. Dieser ist in Deutschland nach Herzinfarkt und Krebs die dritthäufigste Todesursache.