1. Saarland

Technisches Hilfswerk übte für Horrorszenario

Technisches Hilfswerk übte für Horrorszenario

Lebach-Steinbach. Das Technische Hilfswerk (THW) ist als Einrichtung des Bundes im Saarland gut aufgestellt und trainierte am Samstag auf dem Truppenübungsplatz in Lebach-Steinbach einen Rettungseinsatz nach einem angenommenen Flugzeugabsturz

Lebach-Steinbach. Das Technische Hilfswerk (THW) ist als Einrichtung des Bundes im Saarland gut aufgestellt und trainierte am Samstag auf dem Truppenübungsplatz in Lebach-Steinbach einen Rettungseinsatz nach einem angenommenen Flugzeugabsturz. 250 Helfer des THW waren von sechs Uhr am Morgen bis in die Abendstunden in das Großszenario eingebunden, an dem sich 12 Ortsverbände aus den Kreisen Saarlouis, Merzig-Wadern und St.Wendel beteiligten.In dem weiträumigen und offenen Gelände wurde das durchgespielt, was nach dem Absturz eines großen Flugzeugs auf die Einsatzkräfte zukommen kann, erklärte THW-Sprecher Markus Tröster. Mit schwerem Gerät wurden Trümmerteile bewegt, Rettungshundeteams durchsuchten das Gelände. In einem Übungshaus wurde eine Mauer durchbrochen und ein künstlicher Steg zu einem der oberen Stockwerke errichtet, dazu wurden die Außenmauern abgestützt und die Versorgung mit Löschwasser sichergestellt. Auf einem nahen Teich wurde eine künstliche Brücke errichtet, eine Feldküche musste aufgebaut und eine Führungsstelle eingerichtet werden. Das technische Gerät dazu hat das THW, wobei jede Ortsgruppe neben einer Standardausstattung auch ein Spezialgebiet habe, erklärte Tröster. An der Übung beteiligt war auch der Helfer Jochen Schneider aus Freisen, der mit seinem Trupp gerade dicke Balken bearbeitete, um damit eine Hausabstützung zu bauen. Schneider war schon mehrfach für das THW im Ausland und gehört zu 200 Mitgliedern der SEEBA (Schnelleinsatzeinheit Bergung Ausland), deren Helfer sicherstellen, dass binnen sechs Stunden nach einer Katastrophe überall auf der Welt eine Einheit mit 70 Helfern und Gerät abflugbereit ab Frankfurt ist.

Das THW hat im Saarland noch ausreichend Nachwuchs, erklärte Tröster. 400 Junghelfer zwischen 10 und 17 Jahren seien landesweit Mitglied der Ortsverbände. bub