1. Saarland

Tausendsassa im Dienste des Kunden

Tausendsassa im Dienste des Kunden

St. Ingbert. Am liebsten ist Andreas Herzer, neben seiner Familie, in seinem Küchenstudio. Und Herzer hat die große Auswahl: Schließlich kann er zwischen seinem Möbelhaus gegenüber dem alten Stadtbad, seinem Bestattungsunternehmen und eben seinem Küchenstudio nähe Obi wählen. Einen Schreibtisch hat er jedenfalls hier wie dort

St. Ingbert. Am liebsten ist Andreas Herzer, neben seiner Familie, in seinem Küchenstudio. Und Herzer hat die große Auswahl: Schließlich kann er zwischen seinem Möbelhaus gegenüber dem alten Stadtbad, seinem Bestattungsunternehmen und eben seinem Küchenstudio nähe Obi wählen. Einen Schreibtisch hat er jedenfalls hier wie dort. Das heißt, im Möbelhaus hat er einen Schreibtisch in einem eigenen Raum, in dem er auch mal die Tür schließen kann und auch die Kunden des Bestattungsunternehmens empfängt. Im Küchenstudio sitzt er da, wo er gerade gebraucht wird oder einfach an einem Schreibtisch, der frei ist - also mittendrin. Und genau das gefällt Tausendsassa Herzer - jedenfalls meistens. Wie gesagt, er hat ja Rückzugsmöglichkeiten.Interessant ist die Frage, wie sein Schreibtisch im Möbelhaus hinter verschlossener Tür aussieht und was es überhaupt für ein Schreibtisch ist. "Mein Schreibtisch ist am Wochenende immer leer geputzt. Nur dann kann das Wochenende beginnen", sagt der 46-jährige Diplom-Betriebswirt im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Tisch ist Buche-Massivholz-geölt. Dass dieser am Ende der Woche immer leer ist, könnte das ein oder andere mal eine Herausforderung sein. Schließlich ist Herzer auch noch Vorsitzender des Möbelfachverbandes, Vizepräsident des Einzelhandelsverbandes Saar und Gesellschafter einer Einkaufsgesellschaft. "In dieser kaufen wir mit 200 Möbelhändlern gemeinsam ein", sagt Herzer und betont, dass er nur so seine Preise halten kann. Auch einen Online-Shop hat die Gesellschaft. "Als Einzelkämpfer hat man heute keine Chance", da ist der Betriebswirt, dessen Arbeitstag morgens um acht Uhr beginnt, sich sicher. Als schärfste Waffe in der Tasche bezeichnet er sein Handy, mit dem er - vor allem auch für sein Bestattungsunternehmen - immer zu erreichen und am Puls der Zeit ist. Den Spagat zwischen seinen Firmen schafft Herzer, indem er sich "diszipliniert und delegiert": "Dafür brauche ich Mitarbeiter, die ich wertschätze", so Herzer, der das Geschäft von seinem Vater übernommen hat, 20 Mitarbeiter beschäftigt und stolz darauf ist, dass er sogar einen Mitarbeiter hat, der bereits 37 Jahre im Haus ist.

moebel-herzer.de