Umfrage Heute startet die Fußball-EM in Deutschland – und die Vorfreude darauf ist bei vielen zu spüren

Saarbrücken · Schon im Fußball-Fieber? Oder eher verhaltene Zurückhaltung? Die SZ wollte es wissen und fragte nach. Treffen sich die Menschen privat oder draußen zum Public Viewing? Wollen sie die Spiele sehen? Eine Umfrage.

 Um diesen Pokal wetteifern ab Freitag 24 Mannschaften bei der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Auch im Grünen Kreis ist bei manchem das Fußballfieber schon ausgebrochen.

Um diesen Pokal wetteifern ab Freitag 24 Mannschaften bei der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Auch im Grünen Kreis ist bei manchem das Fußballfieber schon ausgebrochen.

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Die Fußball-Europameisterschaft steht in den Startlöchern. Am heutigen Freitag, 14. Juni, geht’s mit dem Auftakt-Spiel Deutschland gegen Schottland in München los (ZDF/21 Uhr). Die SZ wollte es wissen: Wie bereiten sich Menschen im Saarland darauf vor? Oder etwa gar nicht? Acht Stimmen haben wir dazu eingeholt. Wir wollten wissen, ob sie Public Viewing nutzen oder die Fußballspiele privat im kleinen Rahmen schauen.

So bereiten sich Menschen im Saarland auf die Fußball-EM vor

Iris Gras aus Fraulautern schaut die Europameisterschaften (EM) und die Weltmeisterschaften (WM) im Fußball jedes Mal: „Ich tippe im Ort mit Freunden und Bekannten immer und freue mich schon sehr auf die Europameisterschaft.“ Die Deutschlandfahne wird zuhause gehisst und die Familie verfolgt dann die Spiele: „Mein Mann spielte früher selbst Fußball und mein Sohn tut es noch immer. Ich spielte früher immer Handball, genau wie meine Tochter es jetzt macht.“

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Auf die Frage, wer gewinnen wird, scherzt die 55-Jährige: „Natürlich wird es Deutschland. Was für eine Frage.“ Iris Gras und ihre Kollegin Claudia Schmidt führen einen Friseursalon in Werbeln, wo die beiden gemeinsam ab und an die Spiele schauen.

Die Spiele der EM werden im Friseur-Salon geschaut

„Als die Weltmeisterschaftsspiele wegen der Zeitverschiebung tagsüber stattfanden, haben wir hier gemeinsam die Spiele geschaut. Auch nun werden wir das wieder tun“, so Gras. Claudia Schmidt berichtet, dass sie selbst 32 Jahre Fußball spielte: „Die Endspiele schaue ich auf dem Campingplatz, denn da bin ich in Urlaub. Da schaut man dann auch gemeinsam. Ich verfolge auf jeden Fall so viele Spiele wie möglich.“

Michael Hoen aus Überherrn schaut dieses Jahr hingegen die Europameisterschaft nicht. Der 40-jährige Digitalisierungsberater beschreibt sich selbst nicht als fußballverrückt: „Ich finde, die deutsche Fußballmannschaft hat bei den letzten Spielen sehr nachgelassen und ich habe den Spaß beim Schauen verloren. Früher war ich öfter beim Public Viewing in Saarlouis, da war natürlich die Stimmung etwas Besonderes.“

Hardcore-Fan oder eher beiläufig auf den Bildschirm schauen?

Dani Schläfer schaut mit ihrem Mann die Spiele: „Ich bin kein Hardcore-Fan, aber wir werden mit Sicherheit mal reinschalten. Wenn das Spiel dann nicht interessant ist, nutzen wir die Zeit für gewöhnlich lieber für ein Glas Wein auf der Terrasse.“ Es wird spontan auch mal mit Freunden geschaut, dann gibt es Wraps oder Tortillas – „etwas, was bequem zum Essen ist und dann natürlich mit Kind und Kegel.“ Die Pfarrsekretärin trifft sich dafür gerne mit Freunden.

Augustin Rudolf aus Werbeln schaut die Meisterschaft zuhause. „Ich würde gerne so ziemlich alle Spiele schauen, das mache ich dann auch öfter mit Freunden. Dann gibt es Bier, Chips und Brezeln für uns. Dekoriert wird bei uns zuhause aber nicht“, so der 57-Jährige.

Public Viewing oder kleine private Runde?

Joanna Qehaja aus Saarlouis spielt selbst Basketball und schaut keinen Fußball. „Ich würde direkt zu einem Public Viewing gehen, wenn mal Basketball übertragen werden würde. Ich spiele aktiv bei den Royals in Saarlouis und finde es schade, dass immer nur Fußball gezeigt wird.“ Für Joana sind beides gute Sportarten: „Die Basketballspiele schaue ich so immer daheim mit meinem Freund“, sagte die 19-jährige Schülerin.

Kai Schmitt aus Saarwellingen nahm früher immer am Public Viewing teil: „Da hier nicht mehr viel ist, gehe ich nun in die Altstadt zum Schauen. Allerdings ist es da so schnell super voll, dass man sich schon Stunden im Voraus einen Platz reservieren muss. Dann sitzt man zwei, drei Stunden da, bevor es eigentlich losgeht.“

Für sie ist die Altstadt nicht die optimale Lösung

Johanna Weber aus Saarlouis wünscht sich mehr Möglichkeiten in der Saarlouiser Innenstadt. „Es nervt mich, in der Altstadt die Spiele zu schauen. Die Übertragung ist immer etwas zeitversetzt. Man hört die einen schon jubeln oder stöhnen, da ist bei den anderen am Tisch noch kein Tor gefallen.“

Das mache die 20-jährige Studentin „wahnsinnig und einfach keinen Spaß“, und sie ergänzt: „Dann schaue ich lieber daheim. Wir wollen zum Eröffnungsspiel mit Freunden grillen und dann gemeinsam mitfiebern. Mal sehen wie weit die deutsche Nationalmannschaft dieses Mal kommt.“