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SZ-Telefondoktor gibt Rat zum Thema Knochenschwund

SZ-Telefondoktor gibt Rat zum Thema Knochenschwund

Anruferin: In meinem Bekanntenkreis haben von sieben Frauen fünf Osteoporose. Ist das nun ein Zufall oder ist die Osteoporose auf dem Vormarsch? Kann man selber aktiv etwas zur Vorbeugung tun oder ist es einfach das Los der älter werdenden Frauen?Telefon-Doktor: Wie Sie richtig vermuten, ist die Osteoporose (Knochenschwund) in den Industrieländern zu einer Volkskrankheit geworden

Anruferin: In meinem Bekanntenkreis haben von sieben Frauen fünf Osteoporose. Ist das nun ein Zufall oder ist die Osteoporose auf dem Vormarsch? Kann man selber aktiv etwas zur Vorbeugung tun oder ist es einfach das Los der älter werdenden Frauen?Telefon-Doktor: Wie Sie richtig vermuten, ist die Osteoporose (Knochenschwund) in den Industrieländern zu einer Volkskrankheit geworden. Man schätzt, dass zurzeit schon rund 25 Prozent der Deutschen über 50 Jahre daran leiden. Der Frauenanteil liegt bei 83 Prozent. Hochrechnungen zufolge wird das Problem in den kommenden Jahrzehnten aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung zunehmen.

Osteoporose ist eine schleichende, anfangs völlig schmerzfreie Erkrankung. Deshalb werden erste Anzeichen im Vorfeld der Erkrankung oft zu wenig ernst genommen. Zu Beginn treten gelegentlich Rückenschmerzen auf. Typisch für eine fortschreitende Osteoporose sind Knochenbrüche ohne erkennbaren Anlass. Die Vorbeugung kann schon in jungen Jahren beginnen. Ziel sollte es sein, in der Jugend ein Optimum an Knochenmasse aufzubauen. Dabei spielen ausreichende Kalziumzufuhr, genügende Versorgung des Körpers mit Vitamin D und regelmäßige Bewegung eine wichtige Rolle. Im Laufe des Alterns verliert jeder Mensch Knochensubstanz, aber nicht jeder bekommt Osteoporose. Der wichtigste Risikofaktor ist das Geschlecht. Frauen haben ein vierfach höheres Risiko, Osteoporose zu bekommen. Frauen haben generell leichtere und dünnere Knochen. Zudem tritt zum Zeitpunkt der Wechseljahre ein Abfall der Östrogenproduktion ein, der das Risiko einer Erkrankung erhöht.

Auch erbliche Veranlagung spielt eine Rolle. Wenn Ihre Mutter, Großmutter oder andere weibliche Blutsverwandte unter Osteoporose leiden oder litten, kann dies für Sie persönlich ein höheres Osteoporose-Risiko bedeuten.

Ungünstig für das Osteoporose-Risiko sind Alkohol, Nikotin und - in größeren Mengen - auch Koffein, da diese Substanzen die Kalziumaufnahme in den Knochen verhindern. red