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Deutscher Kinderschutzbund
Vom Krabbelkreis bis zum Kultur-Abo

In den Räumen des Kinderschutzbundes St. Ingbert: Geschäftsstellenleiterin Petra Rubeck (links) und die Vorsitzende Ute Strullmeier besprechen die nächsten Aktivitäten des Ortsverbands.
In den Räumen des Kinderschutzbundes St. Ingbert: Geschäftsstellenleiterin Petra Rubeck (links) und die Vorsitzende Ute Strullmeier besprechen die nächsten Aktivitäten des Ortsverbands. FOTO: Carolin Merkel
St. Ingbert. Der Ortsverband St. Ingbert des Deuscteh Kinderschutzbundes setzt sich für Familien ein. Seit voer Jahren auch mit einem Kinder-Kultur-Abo.

„Wir hatten ein Superjahr 2017, wir durften uns über ausgesprochen viele Spenden freuen“, erklärt Ute Strullmeier, Vorsitzende des Ortsverbands St. Ingbert des Deutschen Kinderschutzbunds (DKSB). Wir treffen sie und ihre Vorstandskolleginnen Petra Rubeck, Leiterin der Geschäftsstelle sowie Gerlind Kaul-Guckel in den Räumen der ehemaligen Schillerschule. Hier bietet der Ortsverband Krabbelkreise, vor allem aber eine Kleiderkammer an.


Diese Räume, von der Stadt zur Verfügung gestellt, betont Strullmeier, haben mit zum Erfolg beigetragen. Denn die bieten für viele Familien eine Anlaufstelle bei den unterschiedlichsten Problemen. Insbesondere die Kleiderkammer wird von 120 bis 140 Familien frequentiert. „Bei uns braucht keiner den Nachweis zu erbringen, dass er bedürftig ist. Viele Familien leben knapp über der Armutsgrenze, doch die vielen Dinge wie Schuhe, Winterjacken oder auch Kinderwagen und Spiel- oder Sportsachen sind einfach nicht drin“, weiß sie.

Kindern und damit den Familien ganz unbürokratisch helfen, das schafft seit etwa vier Jahren das auch das Kinder-Kultur-Abo. Zunächst, erinnert sich die Vorsitzende, sah es nicht nach einem Erfolg aus, den Familien fehlte es an den elementarsten Dingen. „Wir haben aber nicht aufgegeben, wollten die Kultur an die Kinder bringen, sind in Grundschulen und weiterführende Schulen gegangen“, sagt sie. Inzwischen profitieren jährlich gleich mehrere Klassen von dem Angebot. Auf dem Programm stehen kreative Angebote, aber auch Ausflüge in Theater und Museen. „Man bekommt Gänsehaut, wenn ein Schüler nach der Fahrt in die Völklinger Hütte sagt, dass sei sein schönstes Erlebnis im Leben gewesen“, erklärt Rubeck.

Gegründet wurde der Ortsverband 1984, aktuell zählt Strullmeier 88 Mitglieder. „Das dürften ruhig noch mehr sein“, sagt sie. Einer ihrer Wünsche ist es, deutlich mehr Menschen für die Arbeit des Kinderschutzbund zu gewinnen. „Wir freuen uns über jüngere Mitglieder, die uns tatkräftig unterstützen. Aber auch einfach zahlende Mitglieder, da bin ich ganz ehrlich, sind uns willkommen“, sagt sie.

Ein weiteres Projekt, das in St. Ingbert gut angenommen wird, nennt sich „Große helfen Kleinen“. Auch hier wird den Kindern vieles ermöglicht, was ohne den Kinderschutzbund nicht möglich wäre. „Die Hilfen sind vielfältig, mal geht es um Fußballschuhe, mal um Unterstützung bei einer Klassenfahrt“, sagt Strullmeier. Seit Jahrzehnten beliebt sind die Ferienfreizeiten. Bereits ein Jahr nach der Gründung wurde die erste Freizeit durchgeführt. Hier, sagt Strullmeier, haben sich die Anforderungen stark verändert, statt Übernachtungen gibt es ein Tagesprogramm für berufstätige Eltern. Besonders stolz ist sie darauf, dass ehemalige Teilnehmer mittlerweile als Betreuer wiederkommen und den Kinderschutzbund unterstützen.



Kontakt: Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband St. Ingbert, Vorsitzende Ute Strullmeier, Karl-Uhl-Straße 10, 66386 St.Ingbert, Telefon (0 68 94) 3 58 05, E-Mail: info@kinderschutzbund-igb.de.