1. Saarland

Sven Krächan ist froh, Stammzellen-Spender zu sein

Sven Krächan ist froh, Stammzellen-Spender zu sein

Bunt und reichhaltig, interessant und beispielgebend ist das, was viele Bürger im Landkreis St. Wendel tun. In der Serie "Menschen unserer Heimat" stellt die SZ heute Sven Krächan aus Namborn vor.

Namborn. "Ehrlich gesagt, ich habe damals gar nicht darüber nachgedacht, was eine Registrierung als Stammzell-Spender bedeutet", sagt Sven Krächan. Der heute 33-Jährige aus Namborn war 24 Jahre alt und Zeitsoldat bei der Bundeswehr in Merzig, als die Stefan-Morsch-Stiftung in der Kaserne zur Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke aufrief. Jetzt nach so vielen Jahrenhat Sven Krächan Stammzellen für einen Patienten spenden können. "Mir ist erst bei der Aufklärung durch die Stefan-Morsch-Stiftung klar geworden, dass man auf diese Weise vielleicht ein Leben retten kann." Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 11 000 Menschen an bösartigen Blutkrankheiten wie etwa Leukämie. Jeder zweite Patient ist ein Kind oder Jugendlicher. Chemotherapie und Bestrahlung reichen oft nicht aus, um die Patienten zu heilen.Dann kann nur noch eine Stammzelltransplantation helfen. Stammzellen finden sich im Knochenmark. Sven Krächan ist froh, dass er helfen konnte: "Mein Bruder hat mich jetzt gefragt, ob und wie er sich typisieren lassen kann." Je mehr Menschen mit ihren Gewebemerkmalen in der Datei erfasst sind, desto größer sind die Chancen für einen Erkrankten, eventuell den geeigneten Spender zu finden.

Deshalb organisiert die Stefan-Morsch-Stiftung jeden Monat deutschlandweit so genannte Typisierungsaktionen, auch immer wieder im St. Wendeler Land. red

Foto: Privat